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Freitag, 27. März 2009
Auch in der Bronx: Es werde Licht!
mysterox, 11:26h
Biblische Motti und Bronx - wie passt das denn zusammen?, könnte sich der gemeine Mitteleuropäer oder der nett-normale Durchschnittsmensch oder auch der aufmerksame Leser, die geneigte Leserin fragen.
Dass das Dunkel dergleichen Gestalten reichlich Platz lässt zum Manövrieren, ist sattsam bekannt. Dasselbe gilt für derartige Geschäfte. Bei uns auf der Straße ist es - trotz ordnungsgemäßer Anbringung von im vorgeschriebenen Abstand aufgestellten Straßenlaternen inklusive Leuchtmitteln - dermaßen dunkel, dass ein sehr gutes Auge allein (oder derer zwei, liebster icks) auch bei genaustem Hinsehen und höchster Konzentration nicht ausreicht, selbst engste Vertraute von oben, aus der Wohnung, zu identifizieren.
Wenn ein gutes Ohr (oder derer zwo, mein liebster herr fan go) sich dazu gesellt, steigen die Chancen eines Wiedererkennungseffektes ins halbwegs Realistische - aber wirklich nur für geübte Wahrnehmer! Andernfalls ist man auf völlig verlorenem Posten. Und das am Vorposten zur Mini-Bronx.
Die Bäume bestehen zur Zeit immer noch aus rappeldürrem Geäst, sodass kein Blattwerk die Sicht einschränkt oder das spärliche List schluckt. Es tröpfelte einfach zu verhalten auf den nächtlichen Asphalt. Es war einfach ungewöhnlich düster in unserer Straße.
Dauerlebenspartner/in D. und ich haben uns schon manches Mal, zuletzt vor wenigen Tagen, Erhellendes gewünscht, getreu dem biblischen Motto: Es werde Licht! Und es ward Licht! Tatsächlich hat die Stadt eine uralte Spezialmaschine herumgeschickt in unsere welt-, seins- und selbstvergessene Straße. Von diesem Gefährt aus machte sich ein Mann an der Straßenbeleuchtung zu schaffen - und zwar dergestalt, dass nun gleißend helles Mondlicht aus der Retorte sich auf den Asphalt ergießt.
Im ersten Moment, am ersten Abend, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, so gleichmäßig hellte sich mein bisher sträflich eingeschränkter nächtlicher Horizont auf, so sanft war die Straße in Licht getaucht, so schön und klar die Konturen der gegenüber liegenden Häuser zu erkennen. Ich wähnte den Mond am Himmel, suchte Letzteren nach Ersterem ab - doch Fehlanzeige. Bis mir dann einfiel, dass ich dieser Hubarbeitsbühne (oder wie die Dinger heißen) im Vorbeifahren am Vormittag gewahr geworden war...
Jedenfalls genieße ich das nächtliche Lichtbad.
Dass das Dunkel dergleichen Gestalten reichlich Platz lässt zum Manövrieren, ist sattsam bekannt. Dasselbe gilt für derartige Geschäfte. Bei uns auf der Straße ist es - trotz ordnungsgemäßer Anbringung von im vorgeschriebenen Abstand aufgestellten Straßenlaternen inklusive Leuchtmitteln - dermaßen dunkel, dass ein sehr gutes Auge allein (oder derer zwei, liebster icks) auch bei genaustem Hinsehen und höchster Konzentration nicht ausreicht, selbst engste Vertraute von oben, aus der Wohnung, zu identifizieren.
Wenn ein gutes Ohr (oder derer zwo, mein liebster herr fan go) sich dazu gesellt, steigen die Chancen eines Wiedererkennungseffektes ins halbwegs Realistische - aber wirklich nur für geübte Wahrnehmer! Andernfalls ist man auf völlig verlorenem Posten. Und das am Vorposten zur Mini-Bronx.
Die Bäume bestehen zur Zeit immer noch aus rappeldürrem Geäst, sodass kein Blattwerk die Sicht einschränkt oder das spärliche List schluckt. Es tröpfelte einfach zu verhalten auf den nächtlichen Asphalt. Es war einfach ungewöhnlich düster in unserer Straße.
Dauerlebenspartner/in D. und ich haben uns schon manches Mal, zuletzt vor wenigen Tagen, Erhellendes gewünscht, getreu dem biblischen Motto: Es werde Licht! Und es ward Licht! Tatsächlich hat die Stadt eine uralte Spezialmaschine herumgeschickt in unsere welt-, seins- und selbstvergessene Straße. Von diesem Gefährt aus machte sich ein Mann an der Straßenbeleuchtung zu schaffen - und zwar dergestalt, dass nun gleißend helles Mondlicht aus der Retorte sich auf den Asphalt ergießt.
Im ersten Moment, am ersten Abend, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, so gleichmäßig hellte sich mein bisher sträflich eingeschränkter nächtlicher Horizont auf, so sanft war die Straße in Licht getaucht, so schön und klar die Konturen der gegenüber liegenden Häuser zu erkennen. Ich wähnte den Mond am Himmel, suchte Letzteren nach Ersterem ab - doch Fehlanzeige. Bis mir dann einfiel, dass ich dieser Hubarbeitsbühne (oder wie die Dinger heißen) im Vorbeifahren am Vormittag gewahr geworden war...
Jedenfalls genieße ich das nächtliche Lichtbad.
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Dienstag, 24. März 2009
Kindliche Lieblingsversprecher (3)
mysterox, 13:32h
Fragt mich doch das Kind, als wir ein Bild anschauen: "Hat das auch Vincent van Gong gemalt?"
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Freitag, 20. März 2009
Google Nimmersatt
mysterox, 13:16h
Ganz niedlich gibt sich Google heute zum Frühlingsanfang - im Look des Kinderbuchklassikers "Die Raupe Nimmersatt" von Eric Carle.

Passt eigentlich auch ganz gut zusammen, wenn man Google als nimmersatte Raupe sieht, die sich von Cookiekrümeln ernährt - Daten, Daten, Daten.
Wie könnte man in Anspielung auf Aihara-sensei sagen? "Die Jahreszeiten spielen eine Frühlingsrolle in meinem Leben!" Wohl bekomm's.

Passt eigentlich auch ganz gut zusammen, wenn man Google als nimmersatte Raupe sieht, die sich von Cookiekrümeln ernährt - Daten, Daten, Daten.
Wie könnte man in Anspielung auf Aihara-sensei sagen? "Die Jahreszeiten spielen eine Frühlingsrolle in meinem Leben!" Wohl bekomm's.
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Freitag, 13. März 2009
Medien laufen Amok
mysterox, 14:05h
Überall irrlichtert der Amokläufer von Winnenden durch den Blätterwald, in dem kräftig geholzt wird (siehe bildblog.de) und gebolzt wird...
Overkill.
Und was meint die Titanic dazu?

;-)
Overkill.
Und was meint die Titanic dazu?

;-)
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Donnerstag, 12. März 2009
Mit Links: 'N großes Rad gedreht?
mysterox, 14:03h
Meinen Beitrag über die Firma Waldmeister Bikes hat die Website Boing Boing verlinkt, eines der größten Blogs der USA...

Miss C. meint: "Sei stolz drauf!" - Alright! Freu :)
Und das ganze Aquarium freut sich tierisch mit...
...wie man hier sehen kann.
P.S. Wäre ich ein Hamster, würde ich grad am Rad drehen...

Miss C. meint: "Sei stolz drauf!" - Alright! Freu :)
Und das ganze Aquarium freut sich tierisch mit...
...wie man hier sehen kann.
P.S. Wäre ich ein Hamster, würde ich grad am Rad drehen...
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Dienstag, 10. März 2009
Ich steh dazu: Ich hab abgewrackt
mysterox, 11:27h
Neulich habe ich es schon angedeutet: Wir haben etwas Verrücktes getan.
Ja, ich habe es getan. Wider besseren Wissens. Wider besseres Wissen? (Wer weiß es besser?) Ich habe mein geliebtes – Hassliebe auf den ersten Ruck – Auto aus den Händen und der Schrottpresse anheim gegeben.
Ich finde es wirtschaftlich unsinnig, Güter zu vernichten. Ich finde die Abwrackprämie höchst zweifelhaft, da ich befürchte, dass sie den Autohändlern zwar vorübergehend den Hof leer räumt und manchem Hersteller vorübergehend ein letztes Hoch in der Produktion beschert, aber das Absacken der Automobilbranche und das Verschwinden ganzer Traditionsmarken und -konzerne wird sie nicht verhindern können.
Und bezahlen muss ich sie als Steuerzahler ja auch mit. Eigennutz siegt, denn dann will ich sie wenigstens auch in Anspruch nehmen.
Vor zwei Wochen habe ich noch getönt: Nie im Leben will und werde ich mir einen Neuwagen kaufen! Höchstens einen Jahreswagen, und selbst das halte ich für unwahrscheinlich. Irgendwie sollten wir es zu Beginn dieses Jahres wagen – und unterschrieben ruckzuck einen Kaufvertrag für einen Skoda Fabia Green Line – und damit das Todesurteil für unseren Opel Astra Kombi, Erstzulassung 08/1996, mit seinen 188.000 Kilometern auf dem brummenden Buckel und mit den immer stets dauerhaft & permanent beschlagenen Scheiben, brrr...
Der Astra hat viel Geld verschlungen, ständig war was kaputt, lose, im Eimer oder im Argen. Daher war meine astrale Geduld aufgebraucht; noch mehr Kohle wollte ich dem treuen Wegbegleiter auf über 100.000 Kilometern nicht in den schon wieder röchelnden Rachen werfen. Und immer gelangte Feuchtigkeit in den Innenraum, was eine Fahrt auch bei schönstem Wetter zu einer wischtechnisch ausufernden und nicht ungefährlichen Orientierungsübung im Perma-Waschküchen-Nebel werden ließ.
Der Neue verbraucht nur die Hälfte: 4,1 Liter laut Norm-Mix oder wie dieses geschönte Muster ohne Wert heißt. Auf Langstrecken im Idealfall sogar nur 3,4 Liter, sagt der Prospekt. Dafür ist das Auto natürlich viel kleiner. Doch das für mich in Ordnung, dann packe ich eben weniger ein. Für Dauerlebenspartner/in D. dürfte das schwieriger werden, geradezu eine Herausforderung: D. packt, und ich fordere es wieder heraus... ;-)
Wie das auch ge- oder misslingen wird, steht inden Sternen (lat. astra): Ich steh dazu: Ich hab abgewrackt.
Ja, ich habe es getan. Wider besseren Wissens. Wider besseres Wissen? (Wer weiß es besser?) Ich habe mein geliebtes – Hassliebe auf den ersten Ruck – Auto aus den Händen und der Schrottpresse anheim gegeben.
Ich finde es wirtschaftlich unsinnig, Güter zu vernichten. Ich finde die Abwrackprämie höchst zweifelhaft, da ich befürchte, dass sie den Autohändlern zwar vorübergehend den Hof leer räumt und manchem Hersteller vorübergehend ein letztes Hoch in der Produktion beschert, aber das Absacken der Automobilbranche und das Verschwinden ganzer Traditionsmarken und -konzerne wird sie nicht verhindern können.
Und bezahlen muss ich sie als Steuerzahler ja auch mit. Eigennutz siegt, denn dann will ich sie wenigstens auch in Anspruch nehmen.
Vor zwei Wochen habe ich noch getönt: Nie im Leben will und werde ich mir einen Neuwagen kaufen! Höchstens einen Jahreswagen, und selbst das halte ich für unwahrscheinlich. Irgendwie sollten wir es zu Beginn dieses Jahres wagen – und unterschrieben ruckzuck einen Kaufvertrag für einen Skoda Fabia Green Line – und damit das Todesurteil für unseren Opel Astra Kombi, Erstzulassung 08/1996, mit seinen 188.000 Kilometern auf dem brummenden Buckel und mit den immer stets dauerhaft & permanent beschlagenen Scheiben, brrr...
Der Astra hat viel Geld verschlungen, ständig war was kaputt, lose, im Eimer oder im Argen. Daher war meine astrale Geduld aufgebraucht; noch mehr Kohle wollte ich dem treuen Wegbegleiter auf über 100.000 Kilometern nicht in den schon wieder röchelnden Rachen werfen. Und immer gelangte Feuchtigkeit in den Innenraum, was eine Fahrt auch bei schönstem Wetter zu einer wischtechnisch ausufernden und nicht ungefährlichen Orientierungsübung im Perma-Waschküchen-Nebel werden ließ.
Der Neue verbraucht nur die Hälfte: 4,1 Liter laut Norm-Mix oder wie dieses geschönte Muster ohne Wert heißt. Auf Langstrecken im Idealfall sogar nur 3,4 Liter, sagt der Prospekt. Dafür ist das Auto natürlich viel kleiner. Doch das für mich in Ordnung, dann packe ich eben weniger ein. Für Dauerlebenspartner/in D. dürfte das schwieriger werden, geradezu eine Herausforderung: D. packt, und ich fordere es wieder heraus... ;-)
Wie das auch ge- oder misslingen wird, steht inden Sternen (lat. astra): Ich steh dazu: Ich hab abgewrackt.
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Freitag, 6. März 2009
warga war gar, war gut, war gar gut und gut gar
mysterox, 11:17h
monsieur x. und mich zog es (oder er mich? oder ließ ich mich ziehen? ich bin mir unsicher) in die warga, eine stinknormale und zugleich saugemütliche kneipe am rande des zentrums unserer mittelstadt in randlage.
den weg wies uns camino, nachname tinto, stets dem schluckreflex folgen, immer der kehle nach, den durst entlang. die köpfe rauchten. musik- und sprachfetzen rauschten durch unsere adern, durch den ofengewärmten raum, durch die klatschnasse nacht.
ein eigenwilliges spätwinterwetter hätte uns eigentlich zuhause verharren lassen müssen, so triefnass war es: schon im moment des herunterfallens verwandelten sich die gut sichtbaren und zum teil auch liegen bleibenden schneeflocken in schwere regentropfen - schon im schneien taute es.
den weg wies uns camino, nachname tinto, stets dem schluckreflex folgen, immer der kehle nach, den durst entlang. die köpfe rauchten. musik- und sprachfetzen rauschten durch unsere adern, durch den ofengewärmten raum, durch die klatschnasse nacht.
ein eigenwilliges spätwinterwetter hätte uns eigentlich zuhause verharren lassen müssen, so triefnass war es: schon im moment des herunterfallens verwandelten sich die gut sichtbaren und zum teil auch liegen bleibenden schneeflocken in schwere regentropfen - schon im schneien taute es.
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Montag, 2. März 2009
Ausfallerscheinungen
mysterox, 10:39h

Am Samstagabend war ich musikalisch unterwegs auf einem saugeilen (O-Ton Monsieur X) Konzert einer lokalen Truppe. Im Laufe des Abends wanderte der ein oder anderer Gerstensaft über den Tresen und gelangte von da spielerisch in meine Hand und spielend leicht eine Etage tiefer, schwupps, runter damit.

Im Zuge kräftiger Züge an Rauchwaren, die auf seltsam unmotivierte und unerklärliche Art an meinen Lippen hängenblieben, pendelte sich der Pegel auf dem nächsthöheren Level ein.

Ich hoffe, es ist zu keinen weiteren Ausfallerscheinungen gekommen als zum doppelten Dösle-Rausfall... Monsieur X. machte eine gute Figur auf seinem Radl: geradewegs geradeheraus geradeaus fuhr er. In Schlangenlinien hingegen bahnte ich mir meinen ungelenken Weg über den nächtlich leeren Asphalt des graumelierten Zubringers. Im Kopf dabei immer: die Circular Line in London...
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Freitag, 27. Februar 2009
Zwei Tage frei
mysterox, 11:28h
Diese Woche bescherte mysterox zwei, drei Tage lang Besuch aus Nürnberg (Pärle-Power) - mit Essengehen & Muckehören, Quatschen & Tratschen. Kaum waren die zwo am Gehen, hatten Dauerlebenspartner/in D. und meine Wenigkeit die Skier geschultert und haben bei strahlendem Sonnenschein und meterhohem Schnee ein paar Langlaufrunden gedreht. (Kaum Loide in der Loipe.)
Anschließend haben wir den leicht verkaterten Muskeln ein ausführliches Entspannungs(thermal)bad gegönnt. Wahnsinn, wie schnell so ein freier Tag rumgeht!
Donnerstag haben wir dann etwas
Anschließend haben wir den leicht verkaterten Muskeln ein ausführliches Entspannungs(thermal)bad gegönnt. Wahnsinn, wie schnell so ein freier Tag rumgeht!
Donnerstag haben wir dann etwas
VERRÜCKTES
gemacht. Da berichte ich ein ander Mal drüber.
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Donnerstag, 19. Februar 2009
Schwefelgelb im Atlantik: Derwische im 80ies-Revival
mysterox, 10:49h
Einen 80er/NDW/Elektro-Abend im Rahmen des Génériq-Festivals wogte am Mittwoch im Atlantik über die Bühne. mysterox hat sich das Ganze um die Ohren tosen lassen.

Bonsoir! We are Posterboy Machine!, begrüßt uns die charmante Dame im dunkelblauen Kleid (Foto oben). From Spain!, ergänzt ihr schlaksiger Kompagnon ohne einen Hauch von Ironiesignal. Mailand oder Madrid? Hauptsache Italien! möchte man in Möller'scher Manier verbal zurücktunneln.
Das kleine 80er-Revival läutet das - jetzt ist es raus - französische Duo Posterboy Machine ein mit stampfenden Beats, verfremdeter Gitarre und einer Mischung aus Elektro, Dance und Pop. Repetitive, einfache Strukturen in Text und Musik bringt das Paar mit Sequenzer, Synthesizer, Gitarre und Gesang auf die Bühne. Mal sind es knackige Elektrosounds, mal klingt es wie Neue Deutsche Welle auf Französisch, aber nach und nach wird der Tanzvirus ins Publikum gepumpt.

Das lässt die Jungs im rauchenden Hinterzimmer vollkommen kalt. Unbeirrt zockt die Kartenspielerrunde weiter, lediglich von gelegentlichen Klogängen unterbrochen. Und auch die Zimmermänner zimmern sich ungerührt am Tisch einen schönen Abend zurecht. Das haut sie nicht von den Stühlen.

Mit Schwefelgelb ändert sich das. Keine Umbaupause, in Nullkommanix ist das Männer-Duo am Start, und sofort setzt es zackige Beats. Die beiden Herren, der brünette Eddy, verantwortlich für Synthies und Drumcomputer, und der heftig erblondete Sid am Mikro, klingen teilweise tatsächlich wie eine Neuauflage von DAF ohne Pseudo-Fascho-Allüren. Was beide Bands vereint, ist die Körperlichkeit, das Sich-Verausgaben, das Wilde, Unbändige und Anarchische und auch die sloganartigen Texte.

Die beiden Schwefelgelben hauen den rund hundert Zuschauern Stakkato-Beats um die Ohren und mimen dazu den notorischen Dauerzappelphilipp, verquirlen deftigen Elektrotrash, harten Techno und 80ies-Anklänge mit melodischen Passagen – und fertig ist die Trashdisco! Sie zelebrieren einen energiegeladenen, fast aggressiven Mix aus Italo-Disco, New Wave, NDW und deftigen, zeitgenössischen Beats.

Sid und Eddy flocken auf der Bühne herum wie zwei heimat- und kompromisslose Irre, spielen mal Luftschlagzeug, schreien und skandieren Schwundstufen von Parolen wie „Komm!“, „Noch mehr!“, „Wo ist oben, wo ist unten?“. Derwische im 80ies-Revival-Rausch.

Keine Zeit, um auf die Euphoriebremse zu treten. Kein Gestern (außer den 80ern), kein Morgen. Nur das Hier und Jetzt zählt. Auch wenn es nach rund einer Stunde wieder vorbei ist. Doch wie beim Kochen, Rauchen oder Schreiben gilt die alte Wahrheit: Die Mischung macht’s.


Bonsoir! We are Posterboy Machine!, begrüßt uns die charmante Dame im dunkelblauen Kleid (Foto oben). From Spain!, ergänzt ihr schlaksiger Kompagnon ohne einen Hauch von Ironiesignal. Mailand oder Madrid? Hauptsache Italien! möchte man in Möller'scher Manier verbal zurücktunneln.
Das kleine 80er-Revival läutet das - jetzt ist es raus - französische Duo Posterboy Machine ein mit stampfenden Beats, verfremdeter Gitarre und einer Mischung aus Elektro, Dance und Pop. Repetitive, einfache Strukturen in Text und Musik bringt das Paar mit Sequenzer, Synthesizer, Gitarre und Gesang auf die Bühne. Mal sind es knackige Elektrosounds, mal klingt es wie Neue Deutsche Welle auf Französisch, aber nach und nach wird der Tanzvirus ins Publikum gepumpt.

Das lässt die Jungs im rauchenden Hinterzimmer vollkommen kalt. Unbeirrt zockt die Kartenspielerrunde weiter, lediglich von gelegentlichen Klogängen unterbrochen. Und auch die Zimmermänner zimmern sich ungerührt am Tisch einen schönen Abend zurecht. Das haut sie nicht von den Stühlen.
Mit Schwefelgelb ändert sich das. Keine Umbaupause, in Nullkommanix ist das Männer-Duo am Start, und sofort setzt es zackige Beats. Die beiden Herren, der brünette Eddy, verantwortlich für Synthies und Drumcomputer, und der heftig erblondete Sid am Mikro, klingen teilweise tatsächlich wie eine Neuauflage von DAF ohne Pseudo-Fascho-Allüren. Was beide Bands vereint, ist die Körperlichkeit, das Sich-Verausgaben, das Wilde, Unbändige und Anarchische und auch die sloganartigen Texte.

Die beiden Schwefelgelben hauen den rund hundert Zuschauern Stakkato-Beats um die Ohren und mimen dazu den notorischen Dauerzappelphilipp, verquirlen deftigen Elektrotrash, harten Techno und 80ies-Anklänge mit melodischen Passagen – und fertig ist die Trashdisco! Sie zelebrieren einen energiegeladenen, fast aggressiven Mix aus Italo-Disco, New Wave, NDW und deftigen, zeitgenössischen Beats.

Sid und Eddy flocken auf der Bühne herum wie zwei heimat- und kompromisslose Irre, spielen mal Luftschlagzeug, schreien und skandieren Schwundstufen von Parolen wie „Komm!“, „Noch mehr!“, „Wo ist oben, wo ist unten?“. Derwische im 80ies-Revival-Rausch.

Keine Zeit, um auf die Euphoriebremse zu treten. Kein Gestern (außer den 80ern), kein Morgen. Nur das Hier und Jetzt zählt. Auch wenn es nach rund einer Stunde wieder vorbei ist. Doch wie beim Kochen, Rauchen oder Schreiben gilt die alte Wahrheit: Die Mischung macht’s.

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