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Dienstag, 5. Mai 2009
Monsieur X. macht uns was vor
(X) U

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Der Datumsflüchtling hat sich dem glückwunschgemäßen Zugriff durch Sittenpolizei, Ordnungskräfte, Räumkommandos und anderweitige familienähnliche Organisationen bislang standaft entzogen.

Seit den frühen Nachmittagsstunden des 1. Mai 2009 befindet sich der junge Mann auf der Flucht. Weg- und Zugbegleiter wollen erfahren haben, dass der Flüchtige sich nach Frankreich abgesetzt habe. Sachdienliche Mitteilungen über den Aufenthaltsort des Gesuchten nimmt jede Zivildienststelle oder Polizeistreife (oder andersrum: Polizeidienststelle oder Zivilstreife) entgegen.

Der x-fach (unter anderem mit Hohn, Missachtung und Hochachtung vieler Misses) vorbestrafte, mutmaßliche Serientäter soll bereits häufiger Datumsflucht betrieben haben und hier genealogischen Spuren folgen. Ursache seines Zwangsentzugs könnten kulturelle Interessen, freiwillige Probleme oder genetische Defekte sein, hieß es von unverrichteter Stelle.

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(U) X

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Montag, 4. Mai 2009
Start in den Mai
Der Tanz in den Mai war rundum gelungen, nur bin ich frühzeitig abgesprungen... Riesenwiedersehen mit lauter lauten & leisen Leuten am 1. Mai tagsüber, während die Nachbarn mit Johann Lafer (aus dem Radio) ein sensationelles Vier-Gänge-Menü vom Grill zaubern. Highlight: Fisch & Garnelen in Kokosmilch - in einer ganzen Ananas!

Am Samstag moderner Dreikampf: Kickern, Konzert (bei Äl Jawala reinschleichen) und den Beatsalon zum 5. Jubiläum beehren.

(1) Kickern: Rumpelkick vom Gröbsten. Dauerlebenspartner/in D., deutlich versierter als meinereiner, unterliegt erst knapp, dann deutlich. Aufgrund mangelnder Erfahrung und fehlender spielerischer Klasse landet der Ball fast immer viel zu flott im Tor...

(2) Äl Jawala: Unbemerkt und ganz selbstverständlich schlappen wir am Ordner vorbei, denn auch das Konzert sollte so gut wie selbiges sein: eigentlich vorbei. Die Hoffnung, noch ein, zwei Lieder mitzubekommen, wird maßlos übererfüllt! Zwischen selbtvergessenen Barfußtänzerinnen und heftig dampfenden und deftig Knofi & Schweiß ausdünstenden 20- bis 60-Jährigen gibt das Quintett eine Zugabe nach der anderen, holt noch Gastsängerin Delhia de France (outfittechnisch eine wandelnde Geschmachsverirrung, in puncto Stimme & Präsenz aber klasse) auf die Bühne, liefert ein schönes Percussion- & Drum-Solo und serviert noch als Schmankerl ein Jawala-Medley. Selbst als der DJ im Vorraum seine Beschallung schon begonnen hat, erklimmen die Jungs & das Mädel erneut die Bühne und legen ein letztes Mal nach - bis zur vollkommenen Verausgabung.

(3) Beatsalon: Signore G. und seine Kompagnons haben sich etwas Feines ausgedacht und für Freiburger Verhältnisse eine Hammer-Location aus dem Bollenhut gezaubert: eine alte Fabrik, zwischenzeitlich Werkstatt - ein Hauch von Industriearchitektur in unsere Kleingroßmittelstadt!

Ach ja, und am Sonntag hat mysterox noch kurzfristig Undercover-Maultaschen für euch probiert. Die waren vorzüglich, handgeklöppelt in selbstgemachter Brühe; nur der Nudelteig ist "zugekauft". Sobald das spruchreif werden sollte, erfahrt ihr mehr darüber.

Monsieur X. hat sich aufgrund(?) bevorstehender Feierlichkeiten zu einem runden Geburtstag in die französische Kapitale abgesetzt.

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Montag, 27. April 2009
Stein-Zeit
Pierres et Cailloux

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Freitag, 24. April 2009
Sternsekunden der Fernsehunterhaltung
Ich liebe es, wenn Moderatoren spontan oder sogar in einer seriösen Nachrichtensendung schlagfertig und locker agieren. Neulich, zur Wettervorhersage im ZDF um 0.20 Uhr:

Wie es bei Ihnen aussieht, schauen Sie doch mal selbst - Sie wissen doch am besten, wo Sie wohnen!

Hammer, oder?

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Donnerstag, 23. April 2009
Rollin' down the alley...
Endlich mal wieder ein schöner Rollator-Schnappschuss - noch dazu verbunden mit einem für manchen *grins* sicher fast genau so verführerischen Fotomotiv, der Zierkirsch(?)blüte auf Abruf.

Rollin down the alley

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Mittwoch, 22. April 2009
Bahnhofs-Charme
Bahnhofscharme1
Sonntag, 7.49 Uhr, Freiburg


Bahnhofscharme2
Sonntag, 8.31 Uhr, Offenburg


Bahnhofscharme3
Sonntag, 9.25 Uhr, Straßburg


Bahnhofscharme4
Sonntag, 12.14 Uhr, Paris-Est

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Dienstag, 14. April 2009
Ins Wasser gefallen
Die Wettervorhersage am Mittwoch vor einer knappen Woche war der reinste Zündstoff: heiß debattierter Gesprächsstoff, der in ein Patt mündete. Fahren oder Nichtfahren?, hieß die Frage der Stunde. Für unser Reiseziel war das Szenario folgendermaßen beschrieben worden:

- Gründonnerstag bewölkt, vereinzelt sonnige Abschnitte, Höchsttemperaturen 17/18 Grad

- Karfreitag bewölkt und kühl bei maximal 15 Grad

- Samstag Platzregen, der allmählich in Dauerregen übergeht, 9-10 Grad

Regen1
Wasser überall

- Ostersonntag ergiebige bis mäßige Regenfälle, Höchsttemperaturen 10 bis 14 Grad

- Ostermontagwieder etwas besser, kein Regen mehr, diesig, sonnige Abschnitte möglich, bis 18 Grad

Regen2
Der Hérault macht sich mächtig breit.

Dagegen lautete die Wettervorhersage für Zuhause kurz & prägnant: Sonne satt. blauer Himmel, ja, der Sommer hält vorzeitig Einzug.

Um es kurz zu machen: 48 Stunden Dauerregen, Pfützen, Sturzbäche, Gewitter, volllaufende Kanäle, unpassierbare Fußwege, harmlose Flüsschen, die sich in reißende Ströme verwandeln - das Alphabet der Nässe haben wir binnen weniger Tage komplett durchbuchstabiert. Jeden Tag mussten wir andauernd heizen! Nachdem wir gestern zurückgekehrt sind, trocknen die Schuhe so langsam...

Regen3
Ich war mal ein Sportplatz.

Wenn mich jetzt ein Sonnenstrahl ereilt, trifft er auf sonnenmäßig jungfräuliche Haut.

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Mittwoch, 8. April 2009
Der Mann, der zu früh starb
Kurt.









































Ich meine, es war später Vormittag oder Mittag gewesen. Heute vor 15 Jahren stand ich fassungslos in Montpellier und konnte nicht glauben, was mir eine Französin erzählte. Il s'est tiré une balle dans la tête!, sagte die hübsche Bedienung des Café Bagdad zu mir. War mein Französisch zu schlecht? Habe ich da etwas falsch verstanden? Oder wollte sie mich veräppeln?

Nein, es war traurige Gewissheit: Er hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt! Am 8. April 1994 wurde seine Leiche entdeckt, und ähnlich schnell wie das sensationelle "Smells Like Teen Spirit" um die Welt ging, verbreitete sich die Nachricht von Cobains Tod.

Noch am selben Abend sind wir ins Psychodrome gestiefelt, wo ein Kurt-Cobain-Abend gegeben wurde. Viel zu früher Abschied von einer Ikone.

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Montag, 6. April 2009
Pro- und telegrammatisches Update
Der April ist da, ganz ohne Scherz - zumindest bei mysterox. Und schon fast eine Woche alt, doch auf diesem Kanal hat die Kanaille nix geschafft...

- Ende März war Deadline, uffz...

- Spring-Form: der Frühling ist da, und fröhlich schnieft das Heu...

Kran1

- erst auf 'nen Kran geklettert...

Kran2

- ...dann einem Klettermax & Bergfex gelauscht, Reinhold Messner: wider Erwarten faszinierend und in jeder Hinsicht mit hohem Niveau...

- ...danach noch in den Keller abgetaucht mit Sixties-Beat-Mucke & Northern Soul - und Beim-Kickern-Zugucken

- Chillout am Sonntag aufm Spielplatz und beim Eisdealer

The Bishops 2009_

The Bishops 2009_2

- und abends noch eine ebenso 60er-lastige Audienz bei The Bishops bekommen...

The Bishops 2009_3

The Bishops 2009_4

- Nacht-Eil/Nachteil: Nachtruhe so gut wie verpasst

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Montag, 30. März 2009
Rekurriere auf Rökkurró
Während Deutschlands Profikicker - mit am Start: Gurken-Gomez (O-Ton L.) - trotz anhaltender Treffunsicherheit des Sturmschadens keinen Elfer benötigten, um sich gegen das fiskalisch erstklassige, fußballerisch drittklassige Liechtenstein durchzusetzen, haben L. und ich uns mal von Bund & Bande losgeeist und uns im Elfer einer Band gewidmet (fürn Zehner).

Island schickt eine seiner jüngsten musikalischen Errungenschaften auf Tour: Rökkuró, auf die ich hier rekurrieren möchte. Ein Quintett, das konsequent die Inselnummer durchzieht, indem es (a) die Karte Melancholie voll ausspielt und (b) sprachlich komplett auf Isländisch setzt. Im Konzert vergewissert sich Sängerin Irgendwasdóttir, ach ja: Hildur Kristín Stefánsdóttir, nochmal, ob auch wirklich kein Isländer im Publikum ist, um dann wahrscheinlich die wildesten Schweinereien und unflätigsten Flüche und übelsten Beleidigungen unters Volk zu bringen...

Nein, ganz im Gegenteil, ätherisch strahlt ihre Stimme ins All, einfach himmlisch! Dazu ein bisschen mehr Drama, Baby dank ihres Cellos - und beides gleichzeitig zu meistern, gelingt ihr formidabel. Auch L., am Cello bewandert, bewundert die junge Dame, die mit leicht geflochtenem Haarkranz und ihrer klassischen Musikbegabung wie die Vorzeigestreberin einer Musterschule wirkt.

Auch sehr hörenswert: das vertrackte Schlagzeugspiel des Herrn Björn Pálmi Pálmason! Mal wieder eine Basserin am Start, allerdings eine sehr zurückhaltende, fast abgewandte. Zwei Herrne kümmern sich um die weitere Saitenarbeit. Und die Musik? Folk, leicht rockig angehaucht, immer wieder klassisch durchsetzt, Marke Leid & Heilmittel in einem.

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