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Donnerstag, 16. Oktober 2008
Nach Reich-Ranickis Coup
mysterox, 15:33h
Rezensionsangst an der Börse
(aus der Tageszeitung im Kopf)
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Montag, 13. Oktober 2008
Herbst
mysterox, 13:23h

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Donnerstag, 9. Oktober 2008
Frankreich baut Führung aus
mysterox, 19:36h
Frankreich - Deutschland 14:12
...beim Literaturnobelpreis
Zum sportlichen Wettkampf stilisiert und zugleich profaniert, geht Frankreich "gegen" Deutschland in Führung. Genauer müsste es heißen: die Französischsprachigen versus die Deutschsprachigen. Aber sooo genau muss das ja jetzt gerade auch keiner wissen.
Man sieht am Spiel-Film: Es war immer ein knappes Match. Kaum wurde die Trophäe ins Leben gerufen und das Spiel angepfiffen, geht Frankreich in Führung (1.). Unfassbar! Sully Prudhomme, der Mann mit der 1 auf dem Rücken! Doch beim zweiten Vorstoß in den gegnerischen Strafraum kann Deutschland auf Anhieb egalisieren (2.), woraufhin die Franzosen fast postwendend nachlegen (4.) – Mistral hat die Gegner schwindlig gedribbelt und mit einem vom Wind begünstigten Heber abgeschlossen. Die Deutschen brauchen eine Weile, bis sie sich vom erneuten Führungstreffer des Gegners erholen (8. Eucken).
Doch dann schlägt UNSERE Stunde: Mit einem sehenswerten Doppelpack gehen WIR zum ersten Mal in Führung (10. Heyse, 12. Hauptmann). 4:2 für Deutschland! Das Anschlusstor für Frankreich erzielt (lange vor solchem) Rolland in der 15. Minute. Die wilhelminischen Kicker geben sich unbeeindruckt und legen kurz darauf zum 5:3 nach (Spitteler, 19.).
Dann wendet sich das Blatt, indem die starken Stürmer der Franzosen jeweils zu ihrem Torerfolg kommen: France (sic!) schießt das 4:5 und Bergson erzielt den Ausgleich (27.). Der gelernte Manndecker Thomas Mann schließt kurz darauf (29.) einen unnachahmlichen Sololauf über das ganze Spielfeld mit einem langen, platzierten Schuss ab – Treffer, 6:5! Noch in der 1. Halbzeit gelingt den Franzosen der erneute Ausgleich (37.).
Mit dem Remis gehen beide Teams in die Pause, die diesmal ausnahmsweise bereits in der 40. Minute begann, als deutsche Hooligans ihrem innig geliebten Hobby „Schlachtenbummeln“ frönen und den Platz zwischenzeitlich in ein Schlachtfeld verwandeln.
Unbeeindruckt von den äußerliche Ereignissen kommen die Kontrahenten aus der Kabine – und gehen mit viel Elan zu Werke. Die Folge: das 7:6 für Deutschland durch Hesse von der Frankfurter Eintracht (46.) und ein blitzsauberer Konter auf der anderen Seite, den Gide – der ja in einen Wettskandal mit Falschgeld verwickelt sein soll – mit viel Effet zum 7:7 abschließt.
Verheerende Abwehrfehler und haarsträubende Ballverluste bringen die Deutschen nun arg in Bedrängnis, woraus zwei Gegentreffer resultieren (52., 60.). Die filigranen Techniker aus der Fußballschule von Paris St. Germain, Camus (57.) und Sartre (64.), spielen ihre Kunst in dieser Phase des Spiels voll aus und erhöhen mit fulminanten Einzelleistungen auf 11:7. Die Deutschen am Boden.
Der deutsche Trainer setzt alles auf eine Karte und bringt mit Canetti, Böll und Sachs gleich drei neue Spieler. Die Franzosen, vollkommen überrumpelt von diesem Taschenspielertrick, staunen nicht schlecht, als sich der Spieler mit der Nummer 6 als Frau entpuppt!
Alle hatten mit „Sachs, Gunther“ gerechnet (der Spielberichtsbogen führt nur die Nachnamen auf), doch da kam Nelly und wirbelte die Abwehrreihe der Westeuropäer gehörig durcheinander – Tor! (66.). Auch die beiden anderen Einwechselspieler auf deutscher Seite werden ihrem Ruf als Joker gerecht und bringen Deutschland so wieder auf 10:11 heran (72., 81.). Hochspannung jetzt. Kurz vor Schluss zerstört ein Freistoßtor des sonst unauffällig spielenden Simon alle deutschen Siegträume (85.).
Das Schiedsrichtergespann aus Schweden ist sich nicht einig und beraumt angesichts der verkürzten ersten Hälfte eine Verlängerung an. Der Rest ist schnell erzählt: Beide Teams treffen je zwei Mal, es bleibt beim Sieg der Franzosen. Endstand: 14:12 für die Franzosen.
--
P.S. Meine Franz-Lehrerin wird sich posthum freuen: Sie fand Le Clézio immer großartig, weshalb ich damals "Désert" gelesen habe - Erinnerung an das Buch: minimal.
--
Für 'Frankreich' erfolgreich waren:
2008 : Jean-Marie Gustave Le Clézio
2000 : Gao Xingjian
1985 : Claude Simon
1964 : Jean-Paul Sartre (hat ihn aber abgelehnt, d.h. Treffer nachträglich aberkannt)
1960 : Saint-John Perse (Pseudonym von Alexis Léger)
1957 : Albert Camus
1952 : François Mauriac
1947 : André Gide
1937 : Roger Martin du Gard
1927 : Henry Bergson
1921 : Anatole France
1915 : Romain Rolland
1904 : Frédéric Mistral (zusammen mit dem Spanier José Echegaray y Eizaguirre)
1901 : Sully Prudhomme (Pseudonym von René François Armand Prudhomme)
Für 'Deutschland' trafen:
2004 : Elfriede Jelinek (Österreich)
1999 : Günter Grass (Deutschland)
1981 : Elias Canetti (Großbritannien, geboren in Bulgarien)
1972 : Heinrich Böll (Deutschland)
1966 : Nelly Sachs (Schweden, geboren in Deutschland)
1946 : Hermann Hesse (Deutschland/Schweiz)
1929 : Thomas Mann (Deutschland)
1919 : Carl Spitteler (Schweiz)
1912 : Gerhart Hauptmann (Deutschland)
1910 : Paul Heyse (Deutschland)
1908 : Rudolf Eucken (Deutschland)
1902 : Theodor Mommsen (Deutschland)
...beim Literaturnobelpreis
Zum sportlichen Wettkampf stilisiert und zugleich profaniert, geht Frankreich "gegen" Deutschland in Führung. Genauer müsste es heißen: die Französischsprachigen versus die Deutschsprachigen. Aber sooo genau muss das ja jetzt gerade auch keiner wissen.
Man sieht am Spiel-Film: Es war immer ein knappes Match. Kaum wurde die Trophäe ins Leben gerufen und das Spiel angepfiffen, geht Frankreich in Führung (1.). Unfassbar! Sully Prudhomme, der Mann mit der 1 auf dem Rücken! Doch beim zweiten Vorstoß in den gegnerischen Strafraum kann Deutschland auf Anhieb egalisieren (2.), woraufhin die Franzosen fast postwendend nachlegen (4.) – Mistral hat die Gegner schwindlig gedribbelt und mit einem vom Wind begünstigten Heber abgeschlossen. Die Deutschen brauchen eine Weile, bis sie sich vom erneuten Führungstreffer des Gegners erholen (8. Eucken).
Doch dann schlägt UNSERE Stunde: Mit einem sehenswerten Doppelpack gehen WIR zum ersten Mal in Führung (10. Heyse, 12. Hauptmann). 4:2 für Deutschland! Das Anschlusstor für Frankreich erzielt (lange vor solchem) Rolland in der 15. Minute. Die wilhelminischen Kicker geben sich unbeeindruckt und legen kurz darauf zum 5:3 nach (Spitteler, 19.).
Dann wendet sich das Blatt, indem die starken Stürmer der Franzosen jeweils zu ihrem Torerfolg kommen: France (sic!) schießt das 4:5 und Bergson erzielt den Ausgleich (27.). Der gelernte Manndecker Thomas Mann schließt kurz darauf (29.) einen unnachahmlichen Sololauf über das ganze Spielfeld mit einem langen, platzierten Schuss ab – Treffer, 6:5! Noch in der 1. Halbzeit gelingt den Franzosen der erneute Ausgleich (37.).
Mit dem Remis gehen beide Teams in die Pause, die diesmal ausnahmsweise bereits in der 40. Minute begann, als deutsche Hooligans ihrem innig geliebten Hobby „Schlachtenbummeln“ frönen und den Platz zwischenzeitlich in ein Schlachtfeld verwandeln.
Unbeeindruckt von den äußerliche Ereignissen kommen die Kontrahenten aus der Kabine – und gehen mit viel Elan zu Werke. Die Folge: das 7:6 für Deutschland durch Hesse von der Frankfurter Eintracht (46.) und ein blitzsauberer Konter auf der anderen Seite, den Gide – der ja in einen Wettskandal mit Falschgeld verwickelt sein soll – mit viel Effet zum 7:7 abschließt.
Verheerende Abwehrfehler und haarsträubende Ballverluste bringen die Deutschen nun arg in Bedrängnis, woraus zwei Gegentreffer resultieren (52., 60.). Die filigranen Techniker aus der Fußballschule von Paris St. Germain, Camus (57.) und Sartre (64.), spielen ihre Kunst in dieser Phase des Spiels voll aus und erhöhen mit fulminanten Einzelleistungen auf 11:7. Die Deutschen am Boden.
Der deutsche Trainer setzt alles auf eine Karte und bringt mit Canetti, Böll und Sachs gleich drei neue Spieler. Die Franzosen, vollkommen überrumpelt von diesem Taschenspielertrick, staunen nicht schlecht, als sich der Spieler mit der Nummer 6 als Frau entpuppt!
Alle hatten mit „Sachs, Gunther“ gerechnet (der Spielberichtsbogen führt nur die Nachnamen auf), doch da kam Nelly und wirbelte die Abwehrreihe der Westeuropäer gehörig durcheinander – Tor! (66.). Auch die beiden anderen Einwechselspieler auf deutscher Seite werden ihrem Ruf als Joker gerecht und bringen Deutschland so wieder auf 10:11 heran (72., 81.). Hochspannung jetzt. Kurz vor Schluss zerstört ein Freistoßtor des sonst unauffällig spielenden Simon alle deutschen Siegträume (85.).
Das Schiedsrichtergespann aus Schweden ist sich nicht einig und beraumt angesichts der verkürzten ersten Hälfte eine Verlängerung an. Der Rest ist schnell erzählt: Beide Teams treffen je zwei Mal, es bleibt beim Sieg der Franzosen. Endstand: 14:12 für die Franzosen.
--
P.S. Meine Franz-Lehrerin wird sich posthum freuen: Sie fand Le Clézio immer großartig, weshalb ich damals "Désert" gelesen habe - Erinnerung an das Buch: minimal.
--
Für 'Frankreich' erfolgreich waren:
2008 : Jean-Marie Gustave Le Clézio
2000 : Gao Xingjian
1985 : Claude Simon
1964 : Jean-Paul Sartre (hat ihn aber abgelehnt, d.h. Treffer nachträglich aberkannt)
1960 : Saint-John Perse (Pseudonym von Alexis Léger)
1957 : Albert Camus
1952 : François Mauriac
1947 : André Gide
1937 : Roger Martin du Gard
1927 : Henry Bergson
1921 : Anatole France
1915 : Romain Rolland
1904 : Frédéric Mistral (zusammen mit dem Spanier José Echegaray y Eizaguirre)
1901 : Sully Prudhomme (Pseudonym von René François Armand Prudhomme)
Für 'Deutschland' trafen:
2004 : Elfriede Jelinek (Österreich)
1999 : Günter Grass (Deutschland)
1981 : Elias Canetti (Großbritannien, geboren in Bulgarien)
1972 : Heinrich Böll (Deutschland)
1966 : Nelly Sachs (Schweden, geboren in Deutschland)
1946 : Hermann Hesse (Deutschland/Schweiz)
1929 : Thomas Mann (Deutschland)
1919 : Carl Spitteler (Schweiz)
1912 : Gerhart Hauptmann (Deutschland)
1910 : Paul Heyse (Deutschland)
1908 : Rudolf Eucken (Deutschland)
1902 : Theodor Mommsen (Deutschland)
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Mittwoch, 8. Oktober 2008
Bildschirmtext des Tages
mysterox, 16:53h
"8 von 8 fertig (0 übersprungen)
Ihr Download wurde erfolgreich generiert
Ihr persönlicher Download ist für 1.799 Sekunden verfügbar" (so der Text auf dem Monitor)
Danke für die Info! Mal sehen, ob ich die Riesendatenpakete in der Zeit aus dem Netz geangelt bekomme...
Ihr Download wurde erfolgreich generiert
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Dienstag, 7. Oktober 2008
Eilgesetz fürs Eiland
mysterox, 13:25h
Island macht es vor:
Island übernimmt totale Banken-Kontrolle, meldet SPON. Darin heißt es: Die Regierung kann jetzt Banken umgehend verstaatlichen, zu Fusionen zwingen, Spitzenmanager auswechseln und Grenzen für deren Entlohnung setzen.
Wäre das nicht genau das, was die deutsche Regierung auch ganz gern tun würde? (Sie weiß es nur noch nicht - oder traut sich nicht.)
Island übernimmt totale Banken-Kontrolle, meldet SPON. Darin heißt es: Die Regierung kann jetzt Banken umgehend verstaatlichen, zu Fusionen zwingen, Spitzenmanager auswechseln und Grenzen für deren Entlohnung setzen.
Wäre das nicht genau das, was die deutsche Regierung auch ganz gern tun würde? (Sie weiß es nur noch nicht - oder traut sich nicht.)
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Donnerstag, 2. Oktober 2008
Im Büro/Im Supermarkt
mysterox, 11:46h
Zitat des Tages (schon so früh steht es fest):
"Die müsse’ als immer fresse’ wie Sau – sonst müssten se ja net jeden Tag einkaufe’ gehe’
(Kollegin über den Rentnerstau an der Supermarktkasse vorm Feiertag)
"Die müsse’ als immer fresse’ wie Sau – sonst müssten se ja net jeden Tag einkaufe’ gehe’
(Kollegin über den Rentnerstau an der Supermarktkasse vorm Feiertag)
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Mittwoch, 1. Oktober 2008
Wetterlaunisch
mysterox, 12:20h
Gibt es da darußen in First oder Second Life, im Netz oder im realen Leben irgend jemand, der (oder die) heute gut gelaunt ist? Drückt nicht das Depri-Wetter auf die Stimmung? Vertreibt der durch alle Ritzen blasende Wind nicht alle Rest-Ambitionen & -Motivation, sich den Herbst nicht vermiesen, die Hoffnung auf wärmeres Wetter nicht nehmen zu lassen?
Möchte man sich da nicht einfach im Bett vergraben und einigeln - Motto: Ready for Take-Off in den Winterschlaf! 3..., 2..., 1..., ZERO!
Ein halbherziger Sommer. Ein vorzeitiger Herbst. Und ein Vorgeschmack auf den Winter; einen vorlauten Winter.
Vielleicht ist ja Gefährte U. aus O. wohlgestimmt: Geburtstagsgrüßle!
Möchte man sich da nicht einfach im Bett vergraben und einigeln - Motto: Ready for Take-Off in den Winterschlaf! 3..., 2..., 1..., ZERO!
Ein halbherziger Sommer. Ein vorzeitiger Herbst. Und ein Vorgeschmack auf den Winter; einen vorlauten Winter.
Vielleicht ist ja Gefährte U. aus O. wohlgestimmt: Geburtstagsgrüßle!
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Dienstag, 30. September 2008
The Do, Cover von "Crazy"
mysterox, 16:40h
Äh, es kommt nur auf den Ton an... Die waren großartig im Atlantik, vor allem diese geniale Cover-Version...
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Dienstag, 23. September 2008
Kindliche Lieblingsversprecher (2)
mysterox, 13:11h
* "Plastich" statt "Plastik", ganz so, als wäre es "Plastig"
* dafür sagt das Kind andersherum "Teppig" statt "Teppich"
* ein Grammatik-Klassiker der vergangenen Monate, vielleicht sogar Jahre: "unseres Auto"
* dafür sagt das Kind andersherum "Teppig" statt "Teppich"
* ein Grammatik-Klassiker der vergangenen Monate, vielleicht sogar Jahre: "unseres Auto"
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Dienstag, 16. September 2008
Französische Entdeckung
mysterox, 10:53h
Beim Zappen übern Weg gelaufen, mit weit, weit offenen Augen angestaunt und nicht mehr aus dem Kopf bekommen: Gad Elmaleh und sein genialer Sketch übers Rauchen.
Partie 1
--> wurde entfernt, drum hier der Link zu diesem Sketch via Google Videos: La Clope, 1
Partie 2
Partie 1
--> wurde entfernt, drum hier der Link zu diesem Sketch via Google Videos: La Clope, 1
Partie 2
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