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Freitag, 1. Februar 2008
Vale, vale!
mysterox, 19:00h
Adios amigos - Spanien ruft!
Hasta la próxima!
Hasta la próxima!
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Rampe 08 im Jazzhaus: Revivals, Revivals, Revivals
mysterox, 12:23h
Der Modus
Fünf Bands treffen auf fünf Jurymitglieder, eines davon ist das Publikum, jeder darf mit abstimmen. Dazu bekam jeder Zuschauer am Eingang drei Jetons, die er am Ende auf die fünf Sektkübel verteilen durfte – für jede Band stand ein Wahlurnen-Kübel bereit. Exakt 30 Minuten durfte jede Band ran.
Danach wurde in Windeseile umgebaut, so dass der nächste Act schon zehn Minuten später auf der Bühne stand. Irre, wie es den Machern gelang, diesen Zeitplan minuziös einzuhalten, und das ganz wörtlich: auf die Minute.
Und das Konzept? Ging voll auf. Zumindest die ersten drei Bands lang war's ziemlich spannend, dann flaute die Kurve etwas ab.
Diesmal hatte ich meinen Haus- & Hoffotografen dabei. Schaut sie euch an: die Pics von Monsieur X.! (Die Bilder von Siambok und Wir, die sich die hinteren Plätze teilen durften, haben wir mal weggelassen.)
Cornerstone



Sonic Total


Die Fed Up 74-Pics wollen nicht so recht. Hmmm.
Fünf Bands treffen auf fünf Jurymitglieder, eines davon ist das Publikum, jeder darf mit abstimmen. Dazu bekam jeder Zuschauer am Eingang drei Jetons, die er am Ende auf die fünf Sektkübel verteilen durfte – für jede Band stand ein Wahlurnen-Kübel bereit. Exakt 30 Minuten durfte jede Band ran.
Danach wurde in Windeseile umgebaut, so dass der nächste Act schon zehn Minuten später auf der Bühne stand. Irre, wie es den Machern gelang, diesen Zeitplan minuziös einzuhalten, und das ganz wörtlich: auf die Minute.
Und das Konzept? Ging voll auf. Zumindest die ersten drei Bands lang war's ziemlich spannend, dann flaute die Kurve etwas ab.
Diesmal hatte ich meinen Haus- & Hoffotografen dabei. Schaut sie euch an: die Pics von Monsieur X.! (Die Bilder von Siambok und Wir, die sich die hinteren Plätze teilen durften, haben wir mal weggelassen.)
Cornerstone



Sonic Total


Die Fed Up 74-Pics wollen nicht so recht. Hmmm.
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Donnerstag, 31. Januar 2008
Schmutzige Dunschtig / Schmotzige Dunschdig
mysterox, 10:48h
6 Uhr 30. Die Müllabfuhr ist im Einsatz bei uns in der Straße. Das Kind schaut dabei aus dem Fenster, unbemerkt von mysterox.
Später kommt es rüber und ruft: "Fasching! Heute ist schmutziger Donnerstag!"
Gegenfrage: "Weißt du eigentlich, warum das schmutziger Donnerstag heißt?
"Ja! Wenn die Menschen so viel feiern, dann gibt es ja auch viel Müll und viel Dreck. Und den müssen die Mülltonnenmänner dann wieder aufräumen."
Später kommt es rüber und ruft: "Fasching! Heute ist schmutziger Donnerstag!"
Gegenfrage: "Weißt du eigentlich, warum das schmutziger Donnerstag heißt?
"Ja! Wenn die Menschen so viel feiern, dann gibt es ja auch viel Müll und viel Dreck. Und den müssen die Mülltonnenmänner dann wieder aufräumen."
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Mittwoch, 30. Januar 2008
Portishead: Third - Das dritte Album kommt
mysterox, 11:26h
Mr. X verkündet die Sensation des Nachts um 0 Uhr 30 in einer schlichten Mail mit zwei schlichten Sätzen der Band:
"We're pleased to announce that we'll be releasing our album, titled THIRD on April 14th 2008. The album has 11 tracks and is 49 minutes 13 seconds long."
Unfassbar, dass es die drei bis fünf noch mal geschafft haben, 'ne CD aufzunehmen. Die letzte - nur zur Erinnerung - erschien Anno 1997. Gut, 1998 gab's noch die Live-Platte mit Orchester, aber nix Neues mehr. Also satte zehn Jahre später haben sich die Jungs & das Mädel nochmal zusammengerauft.
Jetzt läuft der Countdown bis zum 14. April! Noch 75 Tage...
Hier schon mal ein Vorgeschmack...
Portishead live im Februar 2007
"We're pleased to announce that we'll be releasing our album, titled THIRD on April 14th 2008. The album has 11 tracks and is 49 minutes 13 seconds long."
Unfassbar, dass es die drei bis fünf noch mal geschafft haben, 'ne CD aufzunehmen. Die letzte - nur zur Erinnerung - erschien Anno 1997. Gut, 1998 gab's noch die Live-Platte mit Orchester, aber nix Neues mehr. Also satte zehn Jahre später haben sich die Jungs & das Mädel nochmal zusammengerauft.
Jetzt läuft der Countdown bis zum 14. April! Noch 75 Tage...
Hier schon mal ein Vorgeschmack...
Portishead live im Februar 2007
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Dienstag, 29. Januar 2008
Neues Handy, neues...?
mysterox, 14:56h
Seitdem ich das neue Handy habe, hat es so gut wie gar nicht geklingelt; die ersten vier Tage (k)ein einziges Mal.
Jetzt muss ich mir erstmal überlegen, worüber ich mir mehr Gedanken & Sorgen machen muss:
a) die technischen Fähigkeiten meines Kontaktwerkzeugs
oder
b) meine kontaktilen Fähigkeiten
oder
c) die Frage: Brauche ich überhaupt ein Handy? :)
Jetzt muss ich mir erstmal überlegen, worüber ich mir mehr Gedanken & Sorgen machen muss:
a) die technischen Fähigkeiten meines Kontaktwerkzeugs
oder
b) meine kontaktilen Fähigkeiten
oder
c) die Frage: Brauche ich überhaupt ein Handy? :)
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Montag, 28. Januar 2008
Äl Jawala im E-Werk: Buntes Schweißtreiben, treibende Beats
mysterox, 01:52h
Heimspiel für die Großmeister der Balkan Big Beats: Äl Jawala riefen, und alle kamen in Scharen. Zusammen mit den Beatboxern Acoustic Instinct brachten sie das restlos ausverkaufte E-Werk zum Kochen. Ein buntes Treiben mit (schweiß-) treibenden Beats, das zudem für eine DVD gefilmt wurde. mysterox kam schon bei den ersten Songs mächtig ins Schwitzen.

Und Dauerlebenspartner/in D. kam gar nicht erst rein, so wie es aussah: ohne Karte kein Einlass, keine Karten mehr da. Doch die gute Barbarane entsann sich des alten Stempeltricks - und schwupps, waren sie drin!

Kiddies, Studis, Oldies
Filmreif schon die Kulisse: Bestimmt hundert Fans mussten nach Haus geschickt werden, das E-Werk war mit geschätzten 2000 Zuschauern restlos ausverkauft. Eine bunt zusammengewürfelte Menge hat sich eingefunden, um den Großmeistern der Balkan Big Beats zu huldigen – von acht, neun Jahre alten Kids am Bühnenrand und einigen Rollstuhlfahrern in der ersten Reihe über Schüler und Studis bis hin zum Gros der Thirtysomethings und sogar weit älteren Semestern um die 60. Äl Jawala – ein generationsübergreifendes Phänomen.

Sex’n’Sax
Kaum hat das Quintett die ersten Takte hingelegt, da kocht der Saal bereits. Zuerst ertönen Drums und Percussions, dann steigen die beiden Saxophone synchron ein. Der Sax-Part startet ruhig, steigert sich stetig, wird lauter und lauter, bis er schließlich in einem fetten Beat aufgeht.

Mit ansteckend guter Laune und bis über beide Ohren vor Freude strahlend bearbeitet Markus Schumacher sein Percussion-Set. Bassist Daniel Verdier lässt sexy Bässe aus den Boxen tropfen und findet immer wieder Zeit, mit den Kids zu spaßen. Beeindruckend auch, wie Steffi Schimmer und Krischan Lukanow über volle zwei Stunden ihr meist synchrones Saxophon-Spiel fein und druckvoll durchziehen.

Vorsicht, tanzwutgefährdeter Bezirk!
Krischan ist es auch, der die Ansagen übernimmt und den Zuschauern das Stück „Nordwind“ ankündigt. Den hat man im bunten Schweißtreiben des Balkan-Schmelztiegels dringend herbeigesehnt. Wenn Äl Jawala ihre faszinierende Mixtur aus Gypsy, Klezmer, Manele, orientalischen Einsprengseln – Weltmusik im weitesten Sinne – anrühren und mit Drum’n’Bass und fetten Grooves garnieren, entsteht ein brodelndes Gebräu, das auch überzeugten Nicht-Tänzern die Tanzwut in die Adern pumpt. Vor jedem Saal, in dem sie ihre irrsinnige Spielfreude versprühen, sollte aus Sicherheitsgründen ein Schild angebracht werden – „Vorsicht, tanzwutgefährdeter Bezirk!“

Balkanbeatbox
Dabei stand der Höhepunkt des Abends noch aus. Als die Freiburger Beatboxer Acoustic Instinct die Bühne betreten und Paul „Draußen vor dem Tore“ singt, kocht das E-Werk, erstmal ent-elektrifiziert, aber elektrisiert, vollends über. Gemeinsam mit den Äl Jawalas schmeißen Teddy, Paul und Julian die Balkanbeatbox an. Eine perfekte Symbiose! Auf Kommando duckt sich jeder im Saal, danach wird hemmungslos gehüpft. Mit tosendem Applaus verschwindet das Trio nach ein paar gemeinsamen Nummern wieder von der Bühne.

Girls on Film
Apropos: Hinter der Bühne wabern, fein abgestimmt auf die Musik, typische Äl-Jawala-Symbole über die Leinwand, an allen Ecken und Enden wird gefilmt, jeder Zuschauer ist Teil eines mitreißenden Spektakels.

Bei der Zugabe lassen sich die komplett in Schwarz gewandeten Lokalmatadore nicht lange bitten. Sie wissen, was sie ihrem Freiburger Publikum schuldig sind. Eine der Zugaben bestreiten sie mit Didgeridoo, Schlagzeug und Bass, sodass die zuvor auch im dialogischen Wechselspiel begeisternden Saxophonisten endlich zur verdienten Verschnaufpause kommen. Dafür dürfen Acoustic Instinct noch mal eines klarmachen: „All I need/ Is a funky beat!“

Der funky Funke springt an- und ausdauernd über: Neben unserem fudder-Gesandten drehen kettenbehangene, langmähnige Frauen in Schlabberhosen und Streifenstrumpfhosen in schwelgerischer Beat-Ekstase unermüdlich ihre selbstvergessenen Tanzrunden. Auch 40-Jährige geraten vollkommen außer Rand und Band bei dieser Band. Nicht nur das lässt auf eine gelungene Konzert-DVD hoffen.

P.S. Synchron sind die Musiker nach dem Konzert auch beim Einsammeln und Zerknüllen der Setlist - diesmal Basser & Saxmann. Warum bloß? Soll das Ganze auf DVD etwa wild umgeschnitten werden können? Oder sollen Trophäenjäger abgeschreckt weden?


Und Dauerlebenspartner/in D. kam gar nicht erst rein, so wie es aussah: ohne Karte kein Einlass, keine Karten mehr da. Doch die gute Barbarane entsann sich des alten Stempeltricks - und schwupps, waren sie drin!

Kiddies, Studis, Oldies
Filmreif schon die Kulisse: Bestimmt hundert Fans mussten nach Haus geschickt werden, das E-Werk war mit geschätzten 2000 Zuschauern restlos ausverkauft. Eine bunt zusammengewürfelte Menge hat sich eingefunden, um den Großmeistern der Balkan Big Beats zu huldigen – von acht, neun Jahre alten Kids am Bühnenrand und einigen Rollstuhlfahrern in der ersten Reihe über Schüler und Studis bis hin zum Gros der Thirtysomethings und sogar weit älteren Semestern um die 60. Äl Jawala – ein generationsübergreifendes Phänomen.

Sex’n’Sax
Kaum hat das Quintett die ersten Takte hingelegt, da kocht der Saal bereits. Zuerst ertönen Drums und Percussions, dann steigen die beiden Saxophone synchron ein. Der Sax-Part startet ruhig, steigert sich stetig, wird lauter und lauter, bis er schließlich in einem fetten Beat aufgeht.

Mit ansteckend guter Laune und bis über beide Ohren vor Freude strahlend bearbeitet Markus Schumacher sein Percussion-Set. Bassist Daniel Verdier lässt sexy Bässe aus den Boxen tropfen und findet immer wieder Zeit, mit den Kids zu spaßen. Beeindruckend auch, wie Steffi Schimmer und Krischan Lukanow über volle zwei Stunden ihr meist synchrones Saxophon-Spiel fein und druckvoll durchziehen.

Vorsicht, tanzwutgefährdeter Bezirk!
Krischan ist es auch, der die Ansagen übernimmt und den Zuschauern das Stück „Nordwind“ ankündigt. Den hat man im bunten Schweißtreiben des Balkan-Schmelztiegels dringend herbeigesehnt. Wenn Äl Jawala ihre faszinierende Mixtur aus Gypsy, Klezmer, Manele, orientalischen Einsprengseln – Weltmusik im weitesten Sinne – anrühren und mit Drum’n’Bass und fetten Grooves garnieren, entsteht ein brodelndes Gebräu, das auch überzeugten Nicht-Tänzern die Tanzwut in die Adern pumpt. Vor jedem Saal, in dem sie ihre irrsinnige Spielfreude versprühen, sollte aus Sicherheitsgründen ein Schild angebracht werden – „Vorsicht, tanzwutgefährdeter Bezirk!“

Balkanbeatbox
Dabei stand der Höhepunkt des Abends noch aus. Als die Freiburger Beatboxer Acoustic Instinct die Bühne betreten und Paul „Draußen vor dem Tore“ singt, kocht das E-Werk, erstmal ent-elektrifiziert, aber elektrisiert, vollends über. Gemeinsam mit den Äl Jawalas schmeißen Teddy, Paul und Julian die Balkanbeatbox an. Eine perfekte Symbiose! Auf Kommando duckt sich jeder im Saal, danach wird hemmungslos gehüpft. Mit tosendem Applaus verschwindet das Trio nach ein paar gemeinsamen Nummern wieder von der Bühne.

Girls on Film
Apropos: Hinter der Bühne wabern, fein abgestimmt auf die Musik, typische Äl-Jawala-Symbole über die Leinwand, an allen Ecken und Enden wird gefilmt, jeder Zuschauer ist Teil eines mitreißenden Spektakels.

Bei der Zugabe lassen sich die komplett in Schwarz gewandeten Lokalmatadore nicht lange bitten. Sie wissen, was sie ihrem Freiburger Publikum schuldig sind. Eine der Zugaben bestreiten sie mit Didgeridoo, Schlagzeug und Bass, sodass die zuvor auch im dialogischen Wechselspiel begeisternden Saxophonisten endlich zur verdienten Verschnaufpause kommen. Dafür dürfen Acoustic Instinct noch mal eines klarmachen: „All I need/ Is a funky beat!“

Der funky Funke springt an- und ausdauernd über: Neben unserem fudder-Gesandten drehen kettenbehangene, langmähnige Frauen in Schlabberhosen und Streifenstrumpfhosen in schwelgerischer Beat-Ekstase unermüdlich ihre selbstvergessenen Tanzrunden. Auch 40-Jährige geraten vollkommen außer Rand und Band bei dieser Band. Nicht nur das lässt auf eine gelungene Konzert-DVD hoffen.

P.S. Synchron sind die Musiker nach dem Konzert auch beim Einsammeln und Zerknüllen der Setlist - diesmal Basser & Saxmann. Warum bloß? Soll das Ganze auf DVD etwa wild umgeschnitten werden können? Oder sollen Trophäenjäger abgeschreckt weden?

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Freitag, 25. Januar 2008
Glücklich mit Geschmeido im Klub Kamikaze
mysterox, 14:49h
Geschmeido – über zehn Jahre gibt es diese Band schon. Und noch immer kennt sie leider, leider so gut wie keine Sau. Und doch, neben mir waren sogar noch ein paar weitere Fans der ersten Stunde im Kamikaze versammelt – und fast wunschlos glücklich.
Vor allem mit Konrad musste ich mich um die Wette streiten, wer sich MEHR freuen und BREITER grinsen darf, weil Geschmeido endlich mal wieder in unserem Landstrich gastierten. Kurzum: Auf mein Wiedersehen mit Geschmeido hatte ich mich schon ewig gefreut.
In grauer Vorzeit, also vor der Jahrtausendwende, taten sich im südbadischen Raum zwei Mal zwei Jungs zusammen, um gemeinsam zu musizieren: zwei Stefans und zwei Froweins. Sie nannten sich Geschmeido und traten regelmäßig in Freiburg auf. Und fast jedes Mal war ich dabei. Ungefähr sieben Jahre lang war es mucksmäuschenstill geworden um diese Band, bis sie Anfang 2007 wie Phönix aus der Asche mit einem Paukenschlag aus der Berliner Versenkung auftauchte und mit einem neuen Album überraschte. Das trägt den augenzwinkernden Namen Auf Wiedersehen.

Wer Geschmeido in ihren Anfängen oder zuletzt live erlebt hat, rieb sich erst mal die Augen und musste ein Schockerlebnis verdauen: Franz Frowein ist nicht länger dabei. Die Familie, der Beruf. Da passte der Titel des ersten Stücks, ja, wie die Faust aufs Auge. Seinen Platz an der Gitarre nimmt seit kurzem Carsten Diekmann ein, der schon bei Berend in die Saiten gehauen hat. Er macht seine Sache gut.
Kühl ist es anfangs im Keller des Kamikaze, aber spätestens mit dem Instrumentalpart am Ende des CD-Openers „Kalt, kalt, kalt“ haben sie sich und das Publikum warmgespielt. Stefan Wittich an den Drums, auch Schlagzeuger bei Tele, spielt ein Schlagzeugriff, das an den Spliff-Klassiker „Déjà Vu“ erinnert. Diesem ausgefeilten, melodischen Song verdanken wir die wunderschöne Textzeile „Dein Lebensplan/ Ist so urban/ Wie Taxifahr’n /Mit Stroboskop“.

„Über Anna Lisa habe ich mich gefreut wie über einen alten Hit“, meint Geschmeido-Fangirl la Julie nach dem Konzert (in Nürnberg zwei Tage zuvor) über diese feine Indiepop-Perle des Albums Zwischen den Mahlzeiten.
Songwriter, Sänger und Gitarrist Philippe Frowein, eigentlich Bühnenbiertrinker, an diesem Abend mal Rotweinliebhaber, hält einleitend ein kurzweiliges Kurzreferat zum Thema „Wem gehört die Stadt? – am Beispiel unserer Wahlheimat Berlin“, wie er sagt. Sein Fazit: „Ich muss bald weg aus meinem Kiez.“
Hmmm, ich bin mit der vertrackten Track-, äh Setlist möglicherweise durcheinandergekommen...

Soundprobleme ermöglichen es Philippe, ein bisschen mit dem Publikum zu plaudern, was er immer gerne macht – auch wenn sein Mitgitarrist grimmig zu ihm herüber guckt. Von einem Freund, der beim Schwarzfahren in der S-Bahn erwischt wird und daraufhin einfach nur rennt, rennt, rennt, handelt der großartige Song „Schutzhaft“: „Du fällst auf in der Menge/ Dein Laufstil ist zu hektisch/ Dein Puls schlägt Funken/ Deine Feinde sind elektrisch“. Geschmeido kann man mit ihrem intelligenten Indiepoprock momentan zu den besten deutschsprachigen Bands zählen.
Okay, Schluss mit der Setlist. Weil es schöner klingt, geben die Jungs ihren Songs nun Frauennamen. „Komm, lass uns mal an Joanna arbeiten!“, schallt es dann durch den Proberaum. Joanna: Dieses ganz neue Lied hat es in sich, es groovt, es ist funky, es hat Danceappeal und atmet leichtes Sixties-Flair, wie die Jungs da zusammen singen. Schade, dass nur rund 50 Zuschauer den Weg ins Kamikaze gefunden haben.
Schade auch, dass ein paar Stücke später schon Schluss ist. Als Reverenz und Referenz an Thin Lizzy-Sänger Phil Lynott und Freiburg, ihre alte Wirkungsstätte, lassen sie ihr Konzert mit einer Coverversion ausklingen: „Old Town“. Man sieht: bei Geschmeido passt eigentlich alles. Nur der Sound entsprach der Lage des Kellergewölbes: eher unterirdisch. Das war der einzige Wermutstropfen, den auch die hartgesottenen Fans schlucken mussten.
Vor allem mit Konrad musste ich mich um die Wette streiten, wer sich MEHR freuen und BREITER grinsen darf, weil Geschmeido endlich mal wieder in unserem Landstrich gastierten. Kurzum: Auf mein Wiedersehen mit Geschmeido hatte ich mich schon ewig gefreut.
In grauer Vorzeit, also vor der Jahrtausendwende, taten sich im südbadischen Raum zwei Mal zwei Jungs zusammen, um gemeinsam zu musizieren: zwei Stefans und zwei Froweins. Sie nannten sich Geschmeido und traten regelmäßig in Freiburg auf. Und fast jedes Mal war ich dabei. Ungefähr sieben Jahre lang war es mucksmäuschenstill geworden um diese Band, bis sie Anfang 2007 wie Phönix aus der Asche mit einem Paukenschlag aus der Berliner Versenkung auftauchte und mit einem neuen Album überraschte. Das trägt den augenzwinkernden Namen Auf Wiedersehen.

Wer Geschmeido in ihren Anfängen oder zuletzt live erlebt hat, rieb sich erst mal die Augen und musste ein Schockerlebnis verdauen: Franz Frowein ist nicht länger dabei. Die Familie, der Beruf. Da passte der Titel des ersten Stücks, ja, wie die Faust aufs Auge. Seinen Platz an der Gitarre nimmt seit kurzem Carsten Diekmann ein, der schon bei Berend in die Saiten gehauen hat. Er macht seine Sache gut.
Kühl ist es anfangs im Keller des Kamikaze, aber spätestens mit dem Instrumentalpart am Ende des CD-Openers „Kalt, kalt, kalt“ haben sie sich und das Publikum warmgespielt. Stefan Wittich an den Drums, auch Schlagzeuger bei Tele, spielt ein Schlagzeugriff, das an den Spliff-Klassiker „Déjà Vu“ erinnert. Diesem ausgefeilten, melodischen Song verdanken wir die wunderschöne Textzeile „Dein Lebensplan/ Ist so urban/ Wie Taxifahr’n /Mit Stroboskop“.

„Über Anna Lisa habe ich mich gefreut wie über einen alten Hit“, meint Geschmeido-Fangirl la Julie nach dem Konzert (in Nürnberg zwei Tage zuvor) über diese feine Indiepop-Perle des Albums Zwischen den Mahlzeiten.
Songwriter, Sänger und Gitarrist Philippe Frowein, eigentlich Bühnenbiertrinker, an diesem Abend mal Rotweinliebhaber, hält einleitend ein kurzweiliges Kurzreferat zum Thema „Wem gehört die Stadt? – am Beispiel unserer Wahlheimat Berlin“, wie er sagt. Sein Fazit: „Ich muss bald weg aus meinem Kiez.“
Hmmm, ich bin mit der vertrackten Track-, äh Setlist möglicherweise durcheinandergekommen...

Soundprobleme ermöglichen es Philippe, ein bisschen mit dem Publikum zu plaudern, was er immer gerne macht – auch wenn sein Mitgitarrist grimmig zu ihm herüber guckt. Von einem Freund, der beim Schwarzfahren in der S-Bahn erwischt wird und daraufhin einfach nur rennt, rennt, rennt, handelt der großartige Song „Schutzhaft“: „Du fällst auf in der Menge/ Dein Laufstil ist zu hektisch/ Dein Puls schlägt Funken/ Deine Feinde sind elektrisch“. Geschmeido kann man mit ihrem intelligenten Indiepoprock momentan zu den besten deutschsprachigen Bands zählen.
Okay, Schluss mit der Setlist. Weil es schöner klingt, geben die Jungs ihren Songs nun Frauennamen. „Komm, lass uns mal an Joanna arbeiten!“, schallt es dann durch den Proberaum. Joanna: Dieses ganz neue Lied hat es in sich, es groovt, es ist funky, es hat Danceappeal und atmet leichtes Sixties-Flair, wie die Jungs da zusammen singen. Schade, dass nur rund 50 Zuschauer den Weg ins Kamikaze gefunden haben.
Schade auch, dass ein paar Stücke später schon Schluss ist. Als Reverenz und Referenz an Thin Lizzy-Sänger Phil Lynott und Freiburg, ihre alte Wirkungsstätte, lassen sie ihr Konzert mit einer Coverversion ausklingen: „Old Town“. Man sieht: bei Geschmeido passt eigentlich alles. Nur der Sound entsprach der Lage des Kellergewölbes: eher unterirdisch. Das war der einzige Wermutstropfen, den auch die hartgesottenen Fans schlucken mussten.
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Donnerstag, 24. Januar 2008
Carla Brunis erlesene Stiefel
mysterox, 13:51h
Sickolas Narkozy nervt nur noch - und Carla Bruni auch. Schon ihre hochgelobte und vielgespielte Platte hat mich genervt. Pfleglich, ja leserfreundlich geht "Spiegel Online" mit den beiden neuen Firstclass-Nervensägen um - dem schminksüchtigen Ledergesicht und seiner Muse ohne Bluse.


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Handy rammelt
mysterox, 10:16h
ER (zu ihr, die noch im Nebenraum ist): " XYZ [bitte Namen einfügen], dein Handy rammelt!"
SIE (auf dem Weg zurück): "Waaas? Mein Handy rammelt?"
ER: "Dein Handy rammelt."
SIE (guckt nach): "Nur 'ne SMS."
ER (brummelt): "Hmmm."
SIE (auf dem Weg zurück): "Waaas? Mein Handy rammelt?"
ER: "Dein Handy rammelt."
SIE (guckt nach): "Nur 'ne SMS."
ER (brummelt): "Hmmm."
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Mittwoch, 23. Januar 2008
Schwerstarbeit für Streifenhörnchen
mysterox, 11:59h
Was so mancher Häuslebauer versäumt, muss die Jugend wieder ausbaden...

Gesehen & geschehen in München.

Gesehen & geschehen in München.
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Dienstag, 22. Januar 2008
Visitenkarten-Visite
mysterox, 13:03h
Im Büro...
Das Arschloch schmeiß ich weg!
Der ist doch auch schon gestorben.
(Rockin' beim Sortieren seiner Visitenkarten - Beute und Arbeitsmaterial der letzten Jahre)
Das Arschloch schmeiß ich weg!
Der ist doch auch schon gestorben.
(Rockin' beim Sortieren seiner Visitenkarten - Beute und Arbeitsmaterial der letzten Jahre)
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Montag, 21. Januar 2008
Eigen- und wenig artig: Jolly Goods im E-Werk
mysterox, 12:01h
Fünf Musiker, drei Acts – mit viel kleinerer Besetzung geht es kaum.
The No-Go’s

Die Ältesten durften zuerst ran: The No-Go’s, bestehend aus Dr. Bob an der Schrammelgitarre und MC Heimorgel an den Tasten, servierten krächzenden und knarzenden Lo-Fi-Punk, wie sie es nennen. Da klang zwar auch mal ein bisschen Country an. Aber schön „lo-fi-rockig“ wurde es, als Dr. Bob eine herrlich verzerrte Rockgitarre ins Spiel brachte, zu der kontrapunktisch die wackelnde Orgel stetig nudelte; ganz so, als wollten sie die Musikgeschichte schreddern. Da passte die Coverversion des Velvet-Underground-Klassikers „I’m waiting for my man“ ins Bild.
Dillon

Danach stand die Bühne in der E-Bar im Zeichen der mutigen Mädels. Zuerst betrat Dillon, eine junge introvertierte Frau aus Berlin, die Bühne mit Laptop, Keyboard, Megaphon und Trillerpfeife. Sie wirkt fragil, mit ihrer großartigen Stimme kreuzt sie Depri-Balladen à la Björk mit einer eigenwilligen Variante des Singer/Songwritertums.

Als ein Discobeat satte Bässe durch die Boxen pumpt, lässt sie ihr Mikro kurz über die Keyboard-Tasten huschen, wiederholt immer wieder dieselben Textpassagen, „Me and my whistle, me and my whistle“, und bläst zum Schluss zwei, drei Mal kräftig in die Trillerpfeife – das sitzt, die Frau hat Potenzial. „Fuck it up, suck it all, motherfucker!“ Mit deftigen Worten auf den Lippen verlässt sie die Bühne, kniet im Publikum nieder – und trollt sich.
Doppelte Grrrlpower: Jolly Goods

„Jolly good!“, pflegte mein Englischlehrer, genannt Ivan The Terrible (mit gerolltem „r“) immer zu sagen, wenn er Lob verteilte. Zwei Mädels aus dem Odenwald, zarte 16 und 19, haben sich das Ganze als Bandnamen zugelegt. Ob ihr Auftritt tatsächlich das englische Prädikat verdient?

Als Bindestrich-Oase entpuppt sich erst einmal die musikalische Selbstbeschreibung der Jolly Goods: 2-Girls-Lo-Fi-Garage-Beat-Punk-Trash heißt das dann. Und so klingt es auch. Sie gehen vollends auf in der Pose der zornigen Riot Girls und sind alles andere als zimperlich. Insbesondere Tanja Pippi an der Gitarre: Kein einziger Augenaufschlag gilt dem Publikum, wobei die Augen ein gut gehütetes Schattendasein hinter der fransigen Haargardine führen.

Keine einzige Ansage entfleucht den Lippen des Duos, die sonst so eindeutige Botschaften wie „Too dumb to love“, „Girl move away from here“, „Worry & bury“ und „You look like shit“ dampflokgleich ausstoßen. Sie schreien, kreischen und singen zu etwa gleichen Teilen. Angy an den Drums zieht den Rhythmus an, verschleppt ihn wieder, im steten Wechsel, während Tanja Pippi Riff-Rock-Elemente hinschludert, die Gitarre fiepen lässt und sich an Rückkoppelungseffekten ergötzt.

Das klingt roh und unbehauen und schreit förmlich nach der Kritiker-Platitüde vom frischen, unverbrauchten Sound. White-Stripes-Besetzung? Ja, klar. Aber ob sie sich je durch eine umfangreiche Musikbibliothek gehört haben, bleibt fraglich. Sie ziehen ihr Ding durch, mutig, schräg und trashig.

her.barium lautet der nicht minder schräge Titel ihres Debütalbums. Herbarien kannte ich nur aus dem Biounterricht. Ein musikalischer Kräutergarten, in dem querbeet Pflänzchen sprießen und wuchern? Oder eher Chemie? Ihr Barium?

Am Ende, da wird die Gitarre mit dem Drumstick malträtiert, mit dem Fuß getreten, am Schlagzeug entlanggeschrammelt. Nur gut, dass gleich noch zwei Instrumentenständer mit umfallen.

Das wirkt einerseits wild und richtig riot-girl-like, andererseits gewollt wild, bewusst kalkuliert. Während Angy, jetzt sanft und ruhig, minutenlang dieselbe Textzeile wiederholt („Checkin’ out is wrong“), wälzt sie sich auf dem Boden und zieht ihre Stiefel an. Und dann ist es Zeit für sie auszuchecken.


„Jolly good“? Naja, ausbaufähig.
The No-Go’s

Die Ältesten durften zuerst ran: The No-Go’s, bestehend aus Dr. Bob an der Schrammelgitarre und MC Heimorgel an den Tasten, servierten krächzenden und knarzenden Lo-Fi-Punk, wie sie es nennen. Da klang zwar auch mal ein bisschen Country an. Aber schön „lo-fi-rockig“ wurde es, als Dr. Bob eine herrlich verzerrte Rockgitarre ins Spiel brachte, zu der kontrapunktisch die wackelnde Orgel stetig nudelte; ganz so, als wollten sie die Musikgeschichte schreddern. Da passte die Coverversion des Velvet-Underground-Klassikers „I’m waiting for my man“ ins Bild.
Dillon

Danach stand die Bühne in der E-Bar im Zeichen der mutigen Mädels. Zuerst betrat Dillon, eine junge introvertierte Frau aus Berlin, die Bühne mit Laptop, Keyboard, Megaphon und Trillerpfeife. Sie wirkt fragil, mit ihrer großartigen Stimme kreuzt sie Depri-Balladen à la Björk mit einer eigenwilligen Variante des Singer/Songwritertums.

Als ein Discobeat satte Bässe durch die Boxen pumpt, lässt sie ihr Mikro kurz über die Keyboard-Tasten huschen, wiederholt immer wieder dieselben Textpassagen, „Me and my whistle, me and my whistle“, und bläst zum Schluss zwei, drei Mal kräftig in die Trillerpfeife – das sitzt, die Frau hat Potenzial. „Fuck it up, suck it all, motherfucker!“ Mit deftigen Worten auf den Lippen verlässt sie die Bühne, kniet im Publikum nieder – und trollt sich.
Doppelte Grrrlpower: Jolly Goods

„Jolly good!“, pflegte mein Englischlehrer, genannt Ivan The Terrible (mit gerolltem „r“) immer zu sagen, wenn er Lob verteilte. Zwei Mädels aus dem Odenwald, zarte 16 und 19, haben sich das Ganze als Bandnamen zugelegt. Ob ihr Auftritt tatsächlich das englische Prädikat verdient?

Als Bindestrich-Oase entpuppt sich erst einmal die musikalische Selbstbeschreibung der Jolly Goods: 2-Girls-Lo-Fi-Garage-Beat-Punk-Trash heißt das dann. Und so klingt es auch. Sie gehen vollends auf in der Pose der zornigen Riot Girls und sind alles andere als zimperlich. Insbesondere Tanja Pippi an der Gitarre: Kein einziger Augenaufschlag gilt dem Publikum, wobei die Augen ein gut gehütetes Schattendasein hinter der fransigen Haargardine führen.

Keine einzige Ansage entfleucht den Lippen des Duos, die sonst so eindeutige Botschaften wie „Too dumb to love“, „Girl move away from here“, „Worry & bury“ und „You look like shit“ dampflokgleich ausstoßen. Sie schreien, kreischen und singen zu etwa gleichen Teilen. Angy an den Drums zieht den Rhythmus an, verschleppt ihn wieder, im steten Wechsel, während Tanja Pippi Riff-Rock-Elemente hinschludert, die Gitarre fiepen lässt und sich an Rückkoppelungseffekten ergötzt.

Das klingt roh und unbehauen und schreit förmlich nach der Kritiker-Platitüde vom frischen, unverbrauchten Sound. White-Stripes-Besetzung? Ja, klar. Aber ob sie sich je durch eine umfangreiche Musikbibliothek gehört haben, bleibt fraglich. Sie ziehen ihr Ding durch, mutig, schräg und trashig.

her.barium lautet der nicht minder schräge Titel ihres Debütalbums. Herbarien kannte ich nur aus dem Biounterricht. Ein musikalischer Kräutergarten, in dem querbeet Pflänzchen sprießen und wuchern? Oder eher Chemie? Ihr Barium?

Am Ende, da wird die Gitarre mit dem Drumstick malträtiert, mit dem Fuß getreten, am Schlagzeug entlanggeschrammelt. Nur gut, dass gleich noch zwei Instrumentenständer mit umfallen.

Das wirkt einerseits wild und richtig riot-girl-like, andererseits gewollt wild, bewusst kalkuliert. Während Angy, jetzt sanft und ruhig, minutenlang dieselbe Textzeile wiederholt („Checkin’ out is wrong“), wälzt sie sich auf dem Boden und zieht ihre Stiefel an. Und dann ist es Zeit für sie auszuchecken.


„Jolly good“? Naja, ausbaufähig.
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