Donnerstag, 26. April 2012
Geht runter wie...
Sehr schön zu lesen, geht runter wie ein Tropfen guter Roter:

Der Wein bewegt sich auf der feinen Linie zwischen Alkoholmonster und Fruchtschmeichler.

(sagt Weintester und -kenner Tobias Treppenhauer alias Der Weinlakai)

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Dienstag, 24. April 2012
Dienstag ist ein guter Tag
...zumindest zum Posten von Beiträgen in diesem Forum. Denn wenn ich mir das Datumstableau rechts anschaue, fällt mir auf, wie rar sich meine Buchstaben diesen Monat gemacht haben.

Erstaunlicherweise habe ich seit Anfang/Mitte Januar fast durchgehend gleich hohen Druck im Büro: Eine Ausgabe jagt die andere, und eine Sonderschicht für ein Sonderheft musste auch noch eingelegt werden. Das war noch alles vor Ostern. Und selbst der Osterurlaub ist diesmal ausgefallen. Dafür lockt Pfingsten mit zwei Wochen Toskana und der Sommer protzt gar mit drei Wochen erquicklicher -frische.

Bis vor kurzem waren fast alle Nächte intergalaktisch anstrengend. Mittlerweile hat sich der Kleene aber prächtig an die Horizontale gewöhnt und rast auf der Milchstraße binnen Minuten in seine nokturnale Umlaufbahn. Während er sich früher bei jeder Umdrehung (pasdeloup würde sagen: revolution – und an den Wir-Kalb Roman eines gegrillten Kleides erinnern) lauthals oder zumindest beharrlich meldete, herrscht nun auf diesem Kanal weitgehend höchst angenehme Funkstille. Meistens. Und dieses Glück ist seit wenigen Wochen in unser Heim zurückgekehrt.

Paris 2012_1

mysterox selbst war mal wieder on the road, on the run. Eine halbe Woche Paris, was erstmal fantastisch klingt, in der aber auch so gut wie gar nichts von Paris zu sehen ist. Ausnahme: die Hektik und Betriebsamkeit am Morgen und am Abend, das alltägliche Pendeln von Montparnasse im 14. Arrondissement hin zum Messegelände ganz oben im Norden von Paris, Villepinte, und wieder zurück, was jeweils eine Stunde verschlungen hat. Doch liegt nicht aller Hektik und Müdigkeit zum Trotz so etwas wie ein Zauber in einer Stunde Metrofahren? Und wer hat nicht als 13-Jährige(r) – mein erster Paris-Aufenthalt, damals drei Wochen – davon geträumt, hier mal leben, arbeiten zu dürfen? Zumindest für ein paar Dienst-Tage.

Paris 2012_3 Metro Prix Choc

So ein Messetag beginnt um 6 Uhr: raus aus der Koje. Um 7 Uhr 15 heißt es startklar sein, um die Bahn um halb acht zu erwischen. Danach, so ab halb neun, sind die Hacken gefragt, ihre Stunde schlägt. Über den Tag verteilt kommen so zwischen zehn und zwölf Kilometer zu Fuß zustande, die weitestgehend auf dem Messegelände absolviert werden.

Ausgegangen wird nicht – das wollen die Füße nicht mehr. Man kriecht um die Ecke zum nächstbesten petit resto wie dem Le Plomb du Cantal, in dem es lebhaft zugeht, wo fast ausschließlich Franzosen in großen Runden ebenso große Portionen auvergnatische Spezialitäten goutieren, allen voran Aligot und Truffade. Ein Traum! Und jeden Abend ruft die Hotelbar und serviert ein großes Bier (0,5 l) für gelinde 8 Euro. (Frühstück übrigens: 19 Euro.) Die Preise sind satter, als der Konsument hinterher den Anschein hat. Aber gut – Paris, c'est Paris, quoi.

Paris 2012_2 Le Plomb du Cantal

Dienstag vor einer Woche war mein letzter Abend in Paris, darum flossen die Biere noch, ja, flüssiger, fluider, liquider aus dem mauen Schnellzapfhahn. Dem folgenden Tag/esprogramm hat das keinen Abbruch getan, meinem Business-Trip schon. Auch okay.

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Dienstag, 10. April 2012
Es ist ein Has' entsprungen
Vorbei das Geeier über Landstraße und Autobahn auf die Schwäbische Alb, vorbei das Geeier und Gegacker im Familienkreise, vorbei das Geeier um ungelegte ungefärbte und eingelegte eingefärbte Eier, um Schokoladenhasen und Schokohasenladen. Zurück in der Heimat.

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Donnerstag, 22. März 2012
MFG vom DFG
La petite, qu'est-ce qu'elle grande maintenant, a été admise au DFG. Yeah!

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Freitag, 9. März 2012
Medizinische Frage
Müssen Atopiker auch bei Umzügen den so genannten Etagenwechsel fürchten?

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Montag, 5. März 2012
Luzian ODER Unangekündigter Besuch am Samstagabend
Samstagabend, kurz nach zehn. Von der Klingel aufgeschreckt, flitze ich zur Tür, an die Gegensprechanlage. Damit der Kleine ja nicht aufwacht. Schließlich bin ich ja mit den Kids allein zuhause.

„mysterox?“, tönt es mir entgegen. „Ja?“ – „Kennen Sie Herrn K.?“ – „Nein.“ (Außer dem von Kafka natürlich, aber das lasse ich mal beiseite. – K. ist der Name einer Nachbarin. Könnte aber ein Kumpel ihres halbwüchsigen Sohnes sein.) Darauf fragt er: „Können Sie mich mal reinlassen?“ – „Ja, klar.“

Der Typ kommt rauf, krakeelt ziemlich laut im Treppenhaus. Die junge Stimme bekommt ein junges Gesicht. Der junge Kerl, schlackernde schmale Jeans, sportliche hellblau-weiße Winterjacke, so um die 18 Jahre alt, vielleicht auch 16, wer weiß, ist leicht beheft und stellt mir eine Frage nach der anderen. „Ja, mysterox, was sind Sie denn so für'n Typ?“ – „Was für ein Typ ich bin? Wahrscheinlich ein komischer!“, entgegne ich. „Nee, Sie sind doch echt'n cooler Typ, oder?“ Lacht.

So geht das eine ganze Weile, vielleicht fünf oder auch zehn Minuten alles in allem. Er erzählt mir was von Mülltrennung. Vom Universum. Von seinem Schwanz. Von seinen Kumpels. Ein bisschen provo musste es sein. Hat mich aber nicht aus der Bierruhe gebracht.

Ich hatte da von Anfang an – Stichwort: „Herr K.“ – so einen Verdacht.

Also frage ich ihn, ob er eine Mutprobe, Wette oder Klingelstreich macht? Jau, bestätigt er wortlos. Und deine Kumpels, warten die unten? Er nickt, sagt nichts, deutet nach unten, ins Treppenhaus. Allerdings ist es da auffällig ruhig. Kein Getrappel, kein Gekicher.

Kurzum: Das Ganze war lustig und ging eine ganze Weile so hin und her. (Das haben wir früher am Telefon schließlich auch so ähnlich gemacht, oder?) Da ist er also an die Richtige bzw. den Richtigen geraten! Zum Schluss, nach ca. 10 Minuten, hab ich ihm noch ein Zäpfle geschenkt (da war er voll von den Socken: „Der Typ vorher hat mich hochkant rausgeworfen!“) und ihn dann mit leisem Nachdruck sanft verbal rauskomplimentiert. Der hätte noch die halbe Nacht so weitergemacht. Seine Kumpels waren längst schon weg. Luzian hieß der abendliche Klingelschlingel.

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Donnerstag, 1. März 2012
GRUEN, HILF!
GRUEN, HILF!
FLUGREIH'N
FLEH'N URIG.

HENRI FLUG.
FLIEH/G NUR!

ER: HINFLUG.
RE: HINFLUG.

FLEUR HING.
FLEUR HING.
FLEUR HING.

ELF-UHR-GIN.
RINGELHUF.
HUFENGIRL.

LEHN FIGUR,
GEH IN FLUR,
RUF: HE, LING!

FUEHL RING.

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Sonntag, 26. Februar 2012
Wenn das Kind Politik macht...
...dann kommen unerwartete Preziosen heraus.
Das Kind trug ad hoc, einfach so, ein paar Sätze mit entsprechender Diktion und dem polit-typischen Nachdruck vor, darunter diese Perle:

Die Politik gilt im Landtag als soziales Schutzgebiet für jeden Eigentümer.

(Guckt da etwa jemand zu viel Nachrichten?)

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Donnerstag, 23. Februar 2012
Angelika Express, Rekordversuch
Die gute, alte Tante Angelika hat wieder zugeschlagen, und das in bester Strobo-Manier! Manie? Nie!

Freundinnen und Freunde, lasst euch eure Sehnerven von unserem brandneuen Strobo-Disco-Psycho-Video kitzeln! "Rekordversuch" ist übrigens die Vorabsingle zu unserem kommenden Album, das schon fast fertig ist und für das wir immer noch fieberhaft nach einem Namen suchen, so die angelikanische Botschaft. Bis zum Album dauert es noch ein wenig.

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Montag, 20. Februar 2012
Kisten schleppen im Dienste der Nachbarschaft
Tja, so schnell vergehen viereinhalb Jahre: Im Juli 2007 ein-, an diesem Wochenende ausgezogen. Kurzgeschichte einer unspektakulären, weitgehend geräuschfreien Nachbarschaft. Keine Störgeräusche, keine persönlichen Einladungen.

Puh, das Wochenende steckt mir voll in den Knochen! Vorgeschichte: Donnerstag klingelt es an der Tür: Kann mysterox am Samstag mal kurz helfen?, fragt der nette, unauffällige, ruhige und vorsichtige Nachbar. Ich bin grad am Wickeln, weit vom Eingang entfernt, Dauerlebenspartner/in D. sagt: Klar, das macht mysterox doch gerne.

Hinterher sagt D. mir, ich soll mal kurz beim Umzug helfen, was Schweres tragen. Samstag von 10 bis 14 Uhr habe ich dann zusammen mit einem Freund des Paares unter uns deren Umzug geschmissen... Waschmaschine? Kein Problem, macht mysterox mit S.! Geschirrspüler? Herd? Schwere Schränke? Die haben nur Massivholzmöbel... Kisten ohne Ende - am Ende war der 7,5-Tonner bis unters Dach pickepacke voll. Und ich'n büschen alle.

Das Beste daran kommt aber erst noch. D. (sichtlich aufgebracht): Wo bleibst du denn so lange? Ich muss hier allein einkaufen usw. und du kommst nicht bei...! - Äh, Schatz, wer hat mir das denn eingebrockt...?!

So kann's gehen. Aber helfen muss man halt, ist doch klar, auch wenn die es besser hätten kommunizieren können. Viel anfangen konnten wir nicht miteinander, das Pärchen und wir. Wenn man dort nach 21 Uhr klingelte, stand er im Pyjama in der Tür und sagte: Ich bin eigentlich schon im Bett. Ich muss früh raus.. Und das war immer so. Eine ganze lange Weile lang. Viereinhalb Jahre. Wobei: Er ist ein netter Kerl, sie ist vor allem recht kratzbürstig und fährt die Krallen aus.

Wir hatten das Pärchen zwei Mal zum Essen da und bei ein, zwei Feiern eingeladen (die kamen dann auch), aber in all den Jahren waren wir kein einziges Mal bei den beiden eingeladen: nicht mal zu einer Tasse Tee! (Denn: Kaffee? Kaffee trinken wir nicht!)

[file under: Üben für Tag X.]

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