Sieht nach DDR-Tanztee aus den 70ern aus oder sowas...?!? Finnische Tanzshow?
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Habt ihr auch die tolle Geschichte von der ersten, einzigen und armen Frau mitgekriegt, die nun in Deutschland legal Cannabis erwerben und, naja, einnehmen darf? Erstmal denkt man: Schön, endlich dürfen Schmerzpatienten - in dem Fall MS - ihre Symptome legal lindern. Doch wahrscheinlich ist alles ganz anders.
Ich stelle mir vor, wie die Frau ihrer Familie zuruft: "Ich geh noch mal zur Apotheke. Soll ich noch was mitbringen?" - "Ach, bring mir doch auch 100 Gramm mit", ruft ihr Ehemann (so vorhanden). Und eines der halbwüchsigen Kinder (so vorhanden), ein echter Hänfling, krakeelt: "Mir nur 'ne kleine Tüte bitte!" Die Frau nickt. "Komm bald zurück", gibt ihr der Sohnemann noch mit auf den Weg. - "Kann a bissl länger dauern", retourniert sie.
(Kontrolliert denn die "Bundesopiumstelle", von deren Existenz ich vorher zugegebenermaßen noch nie gehört habe, auch, wer das Zeugs konsumiert? Wenn nicht, dürfte es einen regelrechten Run auf diese Dame geben - nach dem Motto: "Darf ich auch mal probieren?")
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Die große Straße ist von einer ganzen Reihe von Kneipen usw. gesäumt. Das Schöne ist, dass man sie jetzt schon von weitem erkennt: weil überall - selbst an einem wenig sommerlichen Sommerabend gegen 19 Uhr - zumindest 2, 3 Raucher vor der Tür stehen. Für Besucher, Touristen, Austauschstudenten, Ortsunkundige und derlei unbeleckte Blätter eine tolle Sache - die neue mobile Hinweisfunktion auf Gastro-Betriebe.
Kneipe 1, ein Studenten-Restaurant - Sonntagabend, 19 Uhr - Erster Besuch
Hier wird gut & gerne & günstig gefuttert, allerdings nur drinnen. Neben den rauchenden Leuten vor der Tür sticht vor allem eins ins Auge, nein, in die Nase: Es riecht gaaaaanz anders. Kein Rauch, kein Dunst, kein Qualm mehr. Eher eine Mischung aus Essensdämpfen, die aus der Küche austreten, gepaart mit einer auffälligen, kräftigen Schweißnote, Marke Wild Prairy. (So müssen schon die Marlboro-Cowboys immer gerochen haben - auch ohne Duftkino.) Gedünstetes & Ausdünstungen statt blauer Dunst.
Kneipe 2, eine Mischung aus Studi- und Tapas-Kneipe - Sonntagabend, 23 Uhr
Die Zwei-Klassen-Gesellschaft spaltet die Habenden und die Nichthabenden oder Habenichtse voneinander: die Kneipen MIT Außenflächen und die Kneipen OHNE Sitzplätze draußen. In ersterer Kategorie wiederholt sich die Trennung: Nichtraucher drinnen, Raucher & Co. draußen. Das heißt: drinnen gähnende Leere, nur die Frau an der Bar ist da; draußen fast alle Plätze belegt. Das sei schon seit 1. August so, versichert die Bedienung. Und weist auch gleich noch auf den Übergangsbereich hin: die, die am Fenster sitzen - noch drin, aber schon am Quarzen ;-)
Kneipe 3, dasselbe Studenten-Restaurant - Dienstagabend, 19 Uhr - Zweiter Besuch
"Sweat is in the air...", wenn auch nicht so wild wie letztes Mal. Es ist auch etwas weniger los. Diesmal stehen auch keine Raucher vor der Tür. Aber man sieht hin und wieder einen klugen Menschen, der - dem Sprichwort gemäß - vorbaut, indem er sich drin schon mal 'ne Kippe dreht.
Zwischenstand nach 3 Wochen "Ausgeraucht": Es scheint auch ohne zu gehen. Allerdings ändert sich einiges, wenn nicht gar alles. Mal sehen, wie das im Winter wird... Apropos Wirt: Manche haben zum Glück flugs Stehaschenbecher aufgestellt.
Sonst lauert schon das nächste Problem ante portas: Kippenberge & aufgebrachte Nachbarn. Schlagzeile: Nachbar vs. Nachtbar - Kippenkrieg im Kneipenviertel. Nicht dass demnächst noch ein "Nachbarschutzgesetz" droht...
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DIE ZIVILISATION, DER ALLTAG
Keng & Tong, eine Liebe zwischen Männern, in Thailand, in den Tropen. "Romantik voller Malaria", wie es im Film heißt.

Der Film fließt in ruhigem Rhythmus dahin - erfrischend exotisch & sublim homoerotisch. Keng & Tong unternehmen Ausflüge, gehen zusammen aus und genießen die Zweisamkeit, auch wenn sie ihre Liebe nicht offen zeigen können - Eisfabrik, Schuhladen, Karaoke-Bar. Eine hinreißende Gesangsszene.
Immer wieder werden Geschichten oder Fabeln erzählt. Wie die von der Gier zweier Bauern nach Gold & Silber. Die Frau, die diese Fabel erzählt, meint, dass sei wie bei "Wer wird Millionär" auf Thai. Da sei auch neulich jemand mit wenig Geld rausgeflogen, weil er den Ranzen nicht voll kriegen konnte.
Oder die vom Glücksbringer: Seitdem sie einen Holzphallus habe, berichtet eine Frau, laufe ihr Geschäft wie geschmiert. Oder die von der sagenumwobenen Höhle, in der an einer bestimmten Stelle - dem Tunnel der Gesegneten - die Streichhölzer, Fackeln und Kerzen ausgehen. "Und Taschenlampen?" - "Auch Taschenlampen!"

Motive wie Herz, Tier & Musik kommen immer wieder vor. Plötzlich verschwindet Tong.
Aus einem Radio ertönt die Meldung, dass ein wildes Tier im Dschungel unterwegs sei und die Dorfbewohner in Angst & Schrecken versetze. Ein Monster.
Dann ist der Bildschirm schwarz. Ganz schön lange. (Und zwar genau in der Mitte des Films - nach einer Stunde.)
DIE WILDNIS, RAUSCH & TRAUM
Danach - man reibt sich die Augen - beginnt ein neuer Film. Der Titel wird eingeblendet: "Der Pfad eines Geistes". Die Namen der Darsteller werden eingeblendet. Wie bei einem "ganz normalen" Filmbeginn. Ein gezeichneter Tiger ist zu sehen. Aus dem Off wird die Legende eines Schamanen erzählt, der durch den Dschungel streift und sich in verschiedene Lebewesen verwandelt.

Ein Mann - ist es Keng? - durchstreift den Dschungel, auf Spurensuche. Sucht er einen Mann? Sind das Spuren eines Tigers? Er lauscht den Geräuschen des Dschungels. Ein Affe "spricht" zu ihm, liefert ihm mysteriöse Hinweise auf den (sehnsüchtig) vermissten Tong: "Du kommst vom Tiger nicht los. Töte ihn oder dringe in seine Welt ein!" Endlose Dschungelwanderung - Seelenwanderung? Psychose oder Metempsychose? Weinend stolpert Keng durch den Wald, schreiend wie ein wildes Tier. Er keucht. Guckt. Ungläubig. Ein magisch leuchtender Baum, von Glühwürmchen bevölkert. Ein grandioses Bild. Der Baum erlischt, das Bild gefriert.
Keng steht lange einem Tiger gegenüber. Er erkennt sich selbst. Seine Mutter. Seinen Vater. Seine Furcht. "Ich gebe dir meinen Geist, meine Erinnerungen", raunt es. "Jeder Tropfen Blut ist unser Lied. Hörst du es?" - Rauschen der Baumkronen. Ende.
Vielleicht steckt in der Tropenkrankheit, tropical malady, auch die tropical melody: der Zauber, die eigene Welt der Tropen. Großes, rätselhaftes, verstörendes Kino - surreal, unwirklich, unwirtlich, magisch. Mag ich.
Verstehen? - Nächste Frage!
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Das sagt der Verleih zum Inhalt:
"Der junge Soldat Keng und sein Freund Tong verbringen eine unbeschwerte Zeit miteinander - mal in Tongs Familie auf dem Dorf, mal in den Karaoke-Bars der Stadt. Eines Tages ist Tong verschwunden, sein Dorf lebt in Angst – eine wilde Bestie fällt über die Kühe der Bauern her. Einer thailändischen Sage nach kommt es vor, dass Menschen sich plötzlich in wilde Tiere verwandeln.
Keng macht sich auf die Suche nach dem verschollenen Geliebten. Mit der Suche beginnt eine Grenzerfahrung im Zwischenreich von Mensch, Tier und Natur, in der sich Raum und Zeit aufheben im flirrenden Halbdunkel und atemloser Stille.
Tropical Malady ist Kino, das so noch nie existiert hat, unendlich fremd und von dunkelster Schönheit."
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mysterox: "Kannst du heute bitte mal eines unserer Fenster saubermachen?"
Putze (vorwurfsvoll bis ungläubig): "Bei dem Regen?!?"
mysterox: "Aber du machst doch immer reihum ein, zwei Fenster, wenn es die Zeit erlaubt. Seit Monaten versprichst du uns schon, endlich mal bei uns im Zimmer wenigstens ein Fenster zu putzen."
Putze: "In den zehn Minuten?!?"
mysterox: "?-?-!-?-?" (Zehn Minuten müssten doch für ein Fenster reichen, souffliert mir die Erfahrung.)
DAS VERSPRECHEN
Putze: "Wenn ich's nächste Mal komm', ich versprech's, fang ich an mit dem blöden Fenschter."
Dann konnte sie nicht hinterm Berg halten: "Nur die gude' Leut' kriege' die Fenschter geputzt." (Also ich nicht!?)
Zum Abschied konnte auch ich mich nicht zügeln: "Also, ich wünsche dir 'ne freie Sicht und 'nen guten Durchblick!"
Putze: "$$aaargh!*_*_*_*#%(_-_)§!!!!!" _groll_zeter_grummel_ _ _ ...
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Was auch schön ist: Noch im realen, antiquiert wirkenden "echten" Leben (oh Schreck, das gips ja auch noch!), im First Life sozusagen, Leute zu kennen - ja, das geht auch! (Schon vergessen?) Und da kann es ja sogar passieren, dass man Leute kennt, die Leute kennen, die... - ihr wisst, was ich sagen will. Manchmal auch hochspezialisierte Exemplare.
FreunD. D. kennt einen gemütlichen Hänger, der ein hochspezialisiertes Expertenwissen auf sich vereinigt: Er ist Experte für abgründige, rauschhafte Filme, die in Exzesse münden: Filmexperte für Rausch, Drogen & Exzesse, à la Ministerium für Familie, Senioren, Frauen & Jugend. Stelle ich mir inhaltlich ganz ähnlich vor. Klingt irgendwie... bereichernd & berauschend.
P.S. Bestimmt kennt er den Thai-Streifen Tropical Malady von 2004 & von Apichatpong Weerasethakul noch nicht, der am Dienstag, den 21.08.2007 um 22.25 Uhr auf 3sat gezeigt wird. Will ich mir unbedingt anschauen.
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Ein gutes Buch des Autors hat mich angefixt. Dann habe ich zum nächsten gegriffen - ein Missgriff. Pascal Merciers Bestseller (da bin ich eh schon auf der Hut) Nachtzug nach Lissabon hat mir gut gefallen: Zwar nur sehr gemächlich nimmt der Zug Fahrt auf, aber spätestens nach der Hälfte, also nach etwa 250 Seiten, macht der Fahrtwind richtig Laune, und man landet viel zu schnell am Ende.
Ganz anders bei seiner ebenso umfangreichen Schwarte Der Klavierstimmer. Schwülstig, dass es aus den Zeilen trieft und fast schon das Buch ramponiert, ein Erinnerungsgedöns sondergleichen, ständig geht es um irgendwelche Kleinigkeiten, an die sich das Erzählerpaar Patrice & Patricia haarklein erinnert - Melancholie, die einen erschlägt.
Am schönsten, passendsten und treffendsten fand ich folgenden Satz auf Seite 203:
"Es kommt mir vor, als hoffe er, durch die Beschwörung dieser Details die vergangene Zeit anhalten zu können, so daß sie den schrecklichen Moment des Geschehens nie erreicht."
Denn dieser Satz passt auf das gesamte Buch wie die Faust aufs Auge: Es kommt mir als Leser vor, als hoffe er, Mercier, durch die Beschwörung dieser end- und bisweilen sinnlosen Details die vergangene Zeit anhalten zu können, so dass sie den schrecklichen Moment des Geschehens, nämlich des Lesens, nie erreicht. Und das ist es! Diese schrecklichen Momente hypergepflegter, ja zelebrierter Langeweile, die beim Lesen dieses Schinkens auftreten, sind damit passé. Ich habe das Buch weggelegt. Schluss im Bus. Aus die Maus.
Vielleicht nehme ich es als nochmals zur Hand, falls mich das Thema Flagellation oder glühende Kohlen mal beschäftigen sollte - denn manche Passagen stellen einen wirklich auf eine harte Geduldsprobe, kurz vor der Selbstgeißelung...
P.S. Noch viel, viel schlimmer muss das neueste Buch von Mercier sein: Lea - Kitsch as Kitsch can.
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Kürzlich kam eine E-Mail unangemeldet reingeschneit. Als ich den Namen des Absenders las, war ich heilfroh, dass ich sie nicht am Telefon hatte. Sie? Ja, die Dame heißt Frau Aufleger.
Da stellte ich mir gleich einen möglichen Gesprächsverlauf am Telefon vor. Ich wähle ihre Nummer, sie meldet sich.
"Aufleger."
"Selber!", schnauze ich und knalle den Hörer hin.
Gespräch beendet.
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Kleingemüse, durcheinander gewürfelt
Auch nicht schlecht staunen musste ich, als mir jemand sagte - wir sprachen von einem meiner Freunde -, "Du, den kenn ich auch. Gell, das ist ein Italiener. Der heißt Brokkoli oder so."
Er heißt Boretti, also eigentlich ganz anders. Aber ich kann mir vorstellen, wie das Aroma von Gemüse da reingerutscht ist. Seine Süße, also die des Herrn "Brokkoli", heißt - mit Nachnamen...
...Zucconi.
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Ihr kennt doch diese wow-so-wichtigen Netzwerke, social software, Businessplattformen für den Austausch von Visitenkarten, Briefmarken, Frauen/Männern, Haustieren und missliebigen Nachbarn - kurzum, alles, was Mann/Frau eigentlich schon immer mal nicht austauschen wollte oder sollte. Bislang hatte ich den Eindruck, dass das so abläuft: anmelden, paar Kontakte suchen, Aktivitätsindex schnellt auf 100 Prozent. Toll! Dann legt sich die Begeisterung, und zwar merklich. Schön einschlafen lassen, fertig. Und ewig dümpelt und siecht das Ganze vor sich hin, bei satten 0 Prozent. (Bis zum nächsten Internet-Hype.)
Genau so lief es bei mir.
Bis zu dem Tag, an mich ein/e Kopfjäger/-in (Headhunter) aus den Untiefen des Zwischennetzes zerrte und mich mit einer sehr freundlichen und höflichen elektronischen Botschaft behende bombardierte. Mysterox, wir haben einen Job für Sie! Das heißt dann: "eine durch uns zu besetzende Position", "eine Vakanz". (Aber ich hab doch schon einen Job, wenn nicht sogar mehrere.) Aber unserer ist interessanter! Da heißt es: "Möglichkeit der strategischen Karriereentwicklung", "Schritt in ein internationales Umfeld " (Aha.) Die meinen es ernst.
Kurzum, ich war total baff. Ich kleines Würmchen, das sich vor Bescheidenheit kaum traut, morgens in die Sonne zu blinzeln, jaaa, so demütig bin ich, ich soll allen Ernstes von Headhuntern einen Job angeboten bekommen oder zumindest, bleiben wir mal aufm Teppich, dazu aufgefordert werden, mich zu bewerben.
Hätte gar nicht gedacht, dass solche Networking-Portale so gut tun können. Geht runter wie Öl. Gips noch mehr davon?
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Auch wenn manches, von außen betrachtet, noch so abwegig, abstrus & absurd erscheint - bei Murakami ist (oder scheint) alles intern "logisch" und "stringent"; auch wenn diese Kategorien somit ausgedient haben. Mein favourite neben dem sagenhaften Mister Aufziehvogel ist Hard-boiled Wonderland, ein irrer - nennen wir es - Sci-Fi-Psychothriller, in dem es unter anderem um trostlose Tokioter Troglodyten und einen geheimen Datenkrieg geht. Auch Kafka am Strand hat mich weggebeamt.
Ein kleines, da weniger umfangreiches Nachglühen und -beben als gar nicht so Still-, sondern Nachtleben löst der frisch als Taschenbuch erschienene Band Afterdark aus - ein Sammelsurium kurioser und mysteriöser Gestalten, das die Zeit zwischen Mitternacht und Morgengrauen zusammenhält & -bringt. Der schöne Originaltitel lautet Afutâ dâku, also dasselbe wie in der deutschen Ausgabe, nur in 'englischem Japanisch'.
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"Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet; weil an einer Stelle von ihnen etwas nicht ist, gilt nun das ganze Übrige nichts mehr. Beispiele: ein Fahrschein, eine Jungfrau und ein Luftballon." (Kurt Tucholsky)
Andere gewinnen dadurch, oder?
Vielleicht sogar die Jeans durch das Brandloch (links unten), aber die Holzschwelle durch den Wurmfraß - lecker... - und der fast 100 Jahre alte Steinboden kriegt so erst richtig Charakter. Nur die Hand nach längerem Abstützen auf klitzekleinen Steinchen sieht komisch-ungesund aus wie aus einem medizinischen Lehrbuch.
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Kleinwüchsig, kratzbürstig und doch wunderschön: die Landschaft der Garrigue.

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Ja, auch die Supermärkte in Frankreich schreiben FRISCHE groß: Nicht nur, dass es schweinekalt ist im Casino, nein, die Salatköpfe werden eigens mit Nebel besprüht.
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Kein Treppenwitz.
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Wir fragten uns: Wer sind denn diese Beiden? Er sieht cooler aus als Brad Pitt (und arbeitet im Urlaub unentgeltlich als Stuntman), und sie ist eine echte Schönheit, von der Mann als Frau kaum die Augen abwenden kann. Zwei Kinder ham sie auch an Bord. Spätestens als sie dem selbst ernannten maître-nageur Henri die bise - Küsschen zur Begrüßung - gab, wucherte ein Wald voller Fragezeichen. (Der lichtete sich dann.)
Um sachdienliche Hinweise in den Kommentaren wird gebeten.
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Dunkelhaariger Lockenkopf, südländisches Aussehen, Gitarre auf dem Schoß, sitzt sie sie da und singt sich die Seele aus dem Leib. Blues & Gospel, Spanisches & Lateinamerikanisches, Rezitation & Gedichte bringt sie genauso überzeugend rüber wie Songs in der Tradition der französischen Chansons. Was heißt hier "überzeugend"? Überragend! Überwältigend!! Ich muss ein altertümliches Wort bemühen, um die volle Wucht ihrere Kunst zumindest ansatz- & näherungsweise andeuten zu können: Ich war ergriffen. Selbst ein so unmusikalischer, lediglich musikinteressierter Erdling wie ich, sonst gerne mal ironisch-distanziert, hat an einer Stelle eine Träne im Auge. Ich bin, nächstes altmodisches Wort, gerührt. Und nicht geschüttelt. Man muss wissen: Diese Musikrichtungen höre ich eigentlich kaum, und wenn, dann eher ungern. Und trotzdem hat es mich an den Haarwurzeln gepackt und mir eine Gänsehaut auf den Mysterox-Pelz gezaubert.

Marianne singt, kreischt, schreit mit ihrer Wahnsinnsstimme, hält traumwandlerisch den Ton, den Rhythmus, einfach alles. Und auch alles, was ich verspreche ;-) Und sie beherrscht die Stimmtrompete. Die klingt so täuschend echt, dass man es, wenn man's auf CD (ihre Ex-Band heißt Ginko Biloba) hört, kaum fassen kann, dass hier keine 'echte' Trompete im Spiel ist, sondern die Stimmbänder. Ähnliche mundakrobatische Finessen zeigt sie auch bei den Percussions, indem sie klackt, klickt, mit der Zunge schnalzt, erst langsam, allmählich sich steigernd, bis die Geräusche so schnell aus ihrem Mund herausschießen, dass man als Zuschauer Angst bekommt. Sie wird knallrot im Gesicht. Tut das weh? Kriegt sie noch Luft? Bricht sie gleich zusammen?
Während Marianne singt und mit irre flinker Hand Gitarre spielt, wird sie von der Sängerin Fatine begleitet, eine eindrucksvolle Figur, die zum Beispiel eine schöne, orientalisch angehauchte Nummer beisteuert. Drei weitere Frauen, ausgestattet mit Zupfinstrumenten, bringen Mariannes Lieder kongenial zum Klingen - "Zigeunertradition" (Marianne über Marianne) meets Klassische Musik. Geige, Bratsche und Cello - Instrumente, denen ich normalerweise NICHTS abgewinnen kann. Aber diese drei Ladies, das Trio Zéphyr, lösen ihre Aufgabe auf mitreißende Art - und weise.
Kurzum: ein grandioses Konzert. In einer Dorfkirche vor gerade mal 50 (erwachsenen) Zuschauern und rund 10 bis 15 Kindern.
Schade, dass Mr. X nicht dabei war. Er ist manischer Konzertgänger, und mich hätte sehr interessiert, was er dazu gesagt hätte.
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hexer mr. x,
wir kennen nix
und gehen fix
auf axe
locker & lax
ohne internet & fax
bei fux & dax
schnurstrax
vorbei an oyonnax
ins paradax
kein paradox
kein parade-ox
keine raucher-nox
kein feierf-ox
pax,
mysterox
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seine ange(f)ixte antwort fing so an:
merci für die wunderbar sprachverdrehte sonntagmorgenpost im firef-ox vom doch nicht feier-ox und euch eine gute laxe reise auf der axe nach dax. bei mir steht erstmal noch ne gute woche ox-entour am schreibtisch an, bevor es dann auch bei mir auf die zwei bulli-axen geht, zum relaxen (...)
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Selbst ein kleines Lädchen, eine épicerie, gibt es, die mittlerweile sommers beinahe täglich zwei, drei Stündchen geöffnet hat. Der Bäcker handhabt es anders: Er kommt jeden Morgen hupend ins Dorf gefahren, hält an ein paar Stellen und verkauft seine Baguettes, Croissants und Millefeuilles wie geschnitten Brot. Auch ein Metzger kommt zweimal die Woche, der Fischmann einmal, und selbst der Friseur kommt alle paar Wochen mit einem Laster vorbei. Das ist ein Service, hm? (Für die alten Leute im Dorf ist das eine gute Sache. Ihr Problem ist vielmehr, wie sie an Bargeld kommen. 18 Kilometer sind es bis zum nächsten Geldautomaten und bis zum Supermarkt. Was macht man ohne Auto, und dann noch im
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So sieht es aus - das Bilderbuchdorf in Südfrankreich.

Fatine, Marianne und das Trio Zéphyr (v.l.n.r.)
P.S. Das Kleid wurde erst beim Fotografieren durchsichtig (Paparazzo-Modell, sowohl die Kamera als auch die Robe ;-))

Tass' Kaff' (natürlich Espresso,was sonst?!)

In der Natur darf man auch mal allein sein.

Bar - Café - Restaurant

Schluck! - Flash von Flasch'
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